Nordsachsen holt Fachkräfte aus Kirgisistan
Im Landkreis Nordsachsen (Sachsen) läuft ein Projekt zur Gewinnung von Fachkräften aus Kirgisistan immer besser. Die Zusammenarbeit mit der kirgisischen Region Issyk-Kul bringt nun konkrete Ergebnisse. Erstmals sind zehn Lehrlinge aus Kirgisistan in verschiedenen Betrieben im Landkreis angekommen. Die jungen Leute werden dort zu Logistikern, Produktionsmechanikern und Hotelfachfrauen ausgebildet. Sie kommen von speziellen PASCH-Schulen, an denen sie bereits Deutsch gelernt haben.
Einige Studenten haben ihre Zeit im Landkreis bereits beendet. Drei IT-Studenten der Staatlichen Issyk-Kul-Universität aus Karakol schlossen ihr dreimonatiges Praktikum ab. Sie arbeiteten im Landratsamt, bei der Firma KET Energietechnik in Wermsdorf und im Kreiskrankenhaus Delitzsch-Eilenburg. Landrat Kai Emanuel verabschiedete die Studenten persönlich. Einer der drei will bereits im nächsten Jahr für ein weiteres Praktikum zurückkehren.
Seit Anfang August gibt es zudem neue Verstärkung in Wermsdorf. Zwei Absolventinnen der Universität aus Issyk-Kul machen dort bei der Firma Thiele Glas ein mehrmonatiges Praktikum im IT-Bereich.
Das Ganze begann vor zwei Jahren. Damals ging es zunächst nur um die Glasindustrie. Inzwischen hat sich das Projekt aber ausgeweitet. Grundlage für die Zusammenarbeit ist eine offizielle Vereinbarung zwischen den beiden Regionen. Zudem wurde ein Nordsächsisch-Kirgisischer Förderverein gegründet, um die Partnerschaft zu unterstützen.