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Nordhausen rettet Stadtbäume vor der Trockenheit

Bild: Ein Mitarbeiter des Grünamts gießt eine Rabatte Foto: Stadtverwaltung Nordhausen)

Die Stadt kämpft gegen die anhaltende Hitze und setzt alles daran, dass die Bäume im Stadtgebiet nicht vertrocknen.

In Nordhausen (Thüringen) machen sich die aktuellen Wetterbedingungen deutlich bemerkbar. Die Grünflächen und Bäume leiden unter der langen Trockenzeit. Deshalb ist die Stadtverwaltung seit Wochen im Einsatz, um das Sterben der Pflanzen zu verhindern.

Die Mitarbeiter der Stadt arbeiten derzeit in einem Zwei-Schicht-System. Jeden Tag fahren sie über 100 verschiedene Standorte an und wässern dort, wo es wirklich einen Effekt bringt. Weil die Arbeit zu viel für das eigene Personal ist, hat die Stadt zusätzlich externe Firmen engagiert. Diese helfen beim Gießen der Bäume, Hecken und Stauden.

An manchen Stellen, die schwer zu erreichen sind oder wo die Bäume besonders leiden, hat die Stadt sogenannte Gießsäcke angebracht. Diese sorgen dafür, dass die Bäume dauerhaft Wasser bekommen. Das ist wichtig, damit das Wasser tief in die Erde sickert und auch wirklich bei den Wurzeln ankommt.

Die Stadt bittet nun auch die Bürger um Hilfe. Wer einen Baum in seiner Nachbarschaft gießen möchte, kann das gerne tun. Dabei ist aber die Menge entscheidend: Ein normaler Baum verdunstet pro Tag etwa 400 Liter Wasser. Besonders bei alten Bäumen in der Stadt ist das schwierig, weil deren Wurzeln sehr tief liegen.

Ein besonderes Projekt gibt es am Blasii-Kirchplatz. Dort wurde ein unterirdisches Bewässerungssystem nach dem sogenannten Schwammstadt-Prinzip eingebaut. Die Linden dort werden derzeit gezielt im Wurzelraum versorgt. In der ersten Woche fließen rund 2.000 Liter Wasser pro Tag in den Boden, in der zweiten Woche sind es noch 1.000 Liter.

Dieses System funktioniert langfristig so, dass Regenwasser vom Dach der Blasiikirche aufgefangen und direkt an die Wurzeln geleitet wird. Da es momentan kaum regnet, speist die Stadt das Wasser aktuell noch manuell ein. So wird der Boden dauerhaft verbessert, was auch für zukünftige Neupflanzungen wichtig ist.

Quelle: Buchholz – zur Originalmeldung

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