Norddeister: Mountainbike-Trails müssen weg
Im Landschaftsschutzgebiet Norddeister (Region Hannover, Niedersachsen) geht es für drei bekannte Mountainbike-Strecken wohl zu Ende. Die Trails „Ladies Only“, „Ü30“ und der „BMX-Trail“ sollen verschwinden. Das Verwaltungsgericht Hannover hat einen Eilantrag des Vereins Deisterfreun.de e.V. abgelehnt, der gegen die Anordnungen der Region Hannover vorgegangen war.
Die Geschichte hinter dem Streit begann schon vor Jahren. Seit 2013 oder 2014 gab es ein Pilotprojekt. Der Verein durfte die Strecken betreiben, obwohl das in dem Schutzgebiet eigentlich verboten ist. Man hatte gehofft, dass die Biker auf diesen offiziellen Wegen bleiben und nicht wild durch den Wald fahren. Doch die Region Hannover kam zu einem anderen Schluss: Das illegale Biken im Deister hat nicht nachgelassen. Die gewünschte Wirkung blieb aus.
Ende 2025 lief die letzte Genehmigung aus. Die Behörden gaben keine neue Erlaubnis und forderten den Verein auf, die Wege wieder in den Originalzustand zu versetzen. Zudem wurde dem Verein verboten, den Boden im Wald weiter zu verändern. Wer sich nicht daran hielt, dem drohte ein Zwangsgeld.
Der Verein wehrte sich vor Gericht. Er argumentierte, dass die Vereinszwecke gefährdet seien, wenn die Trails wegfallen. Das Gericht sah das jedoch anders. Die Veränderungen am Boden verstoßen gegen die Schutzgebietsverordnung. Es gebe kein öffentliches Interesse, das den Betrieb dieser Downhill-Strecken rechtfertigen würde. Nur bei der Androhung des Zwangsgeldes gab das Gericht dem Verein recht, da hier die rechtliche Grundlage fehlte.
Jetzt steht fest: Die Wiederherstellung der Natur hat Vorrang. Die Beteiligten können zwar noch Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht in Lüneburg einlegen, aber das Hauptverfahren läuft bereits weiter. Ob der Verein einen anderen Weg findet, um seine Ziele zu erreichen, bleibt abzuwarten. Die Ermittlungen im Hauptsacheverfahren dauern an.