Niederviehbach: Streit um Hähnchenstall und neues Feuerwehrhaus
In der Gemeinderatssitzung am 11. August in Niederviehbach (Landkreis Dingolfing-Landau) gab es einige hitzige Diskussionen. Besonders ein Bauprojekt in Schlott sorgte für Aufregung: Dort soll ein neuer Masthähnchenstall mit Wintergarten entstehen, in dem fast 30.000 Tiere gehalten werden. Die Nachbarn sind dagegen und verweigerten die Unterschrift. Eine Anwohnerin kam sogar zur Sitzung, um ihre Bedenken laut zu äußern. Trotzdem stimmte der Gemeinderat mit zwei Gegenstimmen für das Vorhaben. Die endgültige Entscheidung liegt allerdings beim Landratsamt, das auch die Auflagen prüft.
Auch beim neuen Feuerwehrhaus gibt es Neuigkeiten. Die Tiefbauarbeiten für die Erschließungsstraße wurden an die Firma Hagn Umwelttechnik aus Osterhofen vergeben. Die Kosten liegen bei rund 296.000 Euro. Zudem beschlossen die Politiker, das Gelände um 30 Zentimeter aufzuschütten, damit das Wasser besser abfließen kann. Das kostet zwar etwa 70.000 Euro mehr, aber da die Gemeinde eigenes Kies hat, fallen die Materialkosten weg.
Für die Bürger in Oberviehbach gibt es eine Änderung am Dorfplatz: Die Bordsteine an der Bushaltestelle werden auf beiden Seiten erhöht. Das soll das Ein- und Aussteigen mit Kinderwagen oder Rollstühlen leichter machen und gleichzeitig den Verkehr beruhigen.
Einige Wünsche der Jugend wurden hingegen erst einmal vertagt. Die Jugendlichen wollen den Skaterplatz um einen Bikepark erweitern, was etwa 55.000 bis 65.000 Euro kosten würde. Der Gemeinderat sagte jedoch nein, da das Geld im aktuellen Haushalt fehlt und die Finanzierung des Feuerwehrhauses Vorrang hat. Erst beim Haushalt für 2027 wird man schauen, ob Mittel frei sind.
Weitere Beschlüsse betrafen die Technik und Verwaltung: Der TSV bekommt Unterstützung bei einem neuen Mähroboter für rund 15.000 Euro. Hier wird noch geklärt, wie sich die Kosten zwischen der Gemeinde, dem Verein und den Schulen aufteilen. Außerdem wird die alte Kostensatzung der Gemeinde endlich von D-Mark auf Euro umgestellt, ohne dass die Gebühren steigen.
Persönlich gibt es eine Änderung im Rathaus: Bürgermeister Simon Hackl hat eine Schulung absolviert und ist nun offiziell auch Standesbeamter. Er darf also künftig Trauungen durchführen.
Zuletzt gab es Infos zur Bahn: Ab 2030 soll die Strecke im Gemeindegebiet zweigleisig ausgebaut werden. Die Arbeiten dauern etwa ein Jahr. In Rothhaus sollen Schallschutzwände gebaut werden, um die Erschütterungen zu verringern. Die betroffenen Anwohner werden ab 2027 informiert.