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Niedersachsen zahlt Millionen-Prämie für Schaf- und Ziegenhalter

Das Land hat erstmals Geld für den Herdenschutz und Naturschutz ausgezahlt. Über 500 Betriebe profitieren von einem neuen, einfacheren System.

In Niedersachsen (Norddeutschland) gibt es jetzt eine neue Art der Förderung für Schaf- und Ziegenhalter. Früher war der Papierkram für Zäune und Herdenschutzhunde kompliziert und dauerte lange. Seit dem 1. April 2025 gibt es stattdessen eine Pauschal-Prämie. Das Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz hat dieses System eingeführt, um die Bürokratie abzubauen.

Die Landwirtschaftskammer hat nun die ersten Beträge überwiesen. Insgesamt flossen mehr als 3,4 Millionen Euro an 508 Betriebe. Im ersten Weidejahr, das vom 1. April 2025 bis zum 31. März 2026 lief, wurden 90.059 Tiere gefördert. Davon waren 59.352 Tiere im Binnenland und 30.707 Tiere auf Deichflächen unterwegs. Insgesamt wurden so 21.237 Hektar Weideflächen und 2.766 Hektar Deichflächen unterstützt.

Damit die Halter das Geld bekommen, müssen sie eine Bedingung erfüllen: Es muss ein Grundschutz gegen Wölfe vorhanden sein. Die Prämie hilft den Betrieben, die Kosten für Zäune und Hunde zu decken. Gleichzeitig wird so die Natur geschützt, da die Tiere Heideflächen, Moore und Deiche abgrasen und so die biologische Vielfalt erhalten.

Die Förderung ist auf fünf Jahre angelegt. Wer mehr als zehn Schafe oder Ziegen hält, kann mitmachen. Die Beträge richten sich nach der Fläche: Auf Deichen gibt es umgerechnet 50 Euro pro Schaf, im Binnenland sind es 40 Euro. Die Halter müssen ihre Flächen erst am Ende des Jahres nachweisen und können diese während der Saison flexibel tauschen.

Das Modell scheint gut anzukommen. Für die neue Periode 2026/2027 gibt es bereits 136 neue oder geänderte Anträge. Die Zahl der geförderten Tiere könnte bald auf über 100.000 steigen. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.

Quelle: Landesportal Niedersachsen – zur Originalmeldung

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