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Niedersachsen will Verwaltung schneller digital machen

Das Land hat die Zuständigkeiten für die Digitalisierung gebündelt. Erste Erfolge zeigen sich bereits in nationalen Rankings.

Bisher war die Digitalisierung in Niedersachsen (Bundesland im Norden Deutschlands) auf verschiedene Ministerien und Bereiche verteilt. Das hat die Arbeit oft kompliziert gemacht. Seit September 2025 läuft das nun anders: Im Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung gibt es eine eigene Abteilung, die alle wichtigen Fäden in der Hand hält. Anke Pörksen wurde zur Digitalisierungsstaatssekretärin ernannt, um die Themen zentral zu steuern.

In dieser neuen Abteilung wird nun alles an einem Ort geregelt, was die Digitalisierung von Wirtschaft und Verwaltung betrifft. Auch die Finanzierung und die Aufsicht über den IT-Dienstleister IT.Niedersachsen gehören jetzt dazu. Ministerin Daniela Behrens sagt, dass die Arbeit dadurch schneller vorangeht, weil die verschiedenen Bereiche nun besser abgesprochen sind. Das Ziel ist klar: Der Kontakt zwischen den Bürgern, den Firmen und der Verwaltung soll einfacher und schneller werden.

Die ersten Ergebnisse sind sichtbar. Im Bitkom-Länderindex 2026 ist Niedersachsen im Bereich Verwaltung vom 12. auf den 4. Platz geklettert. Auch bei den Onlinediensten für Verwaltungsleistungen hat sich das Land verbessert und liegt nun ebenfalls auf Platz 4, während es im Vorjahr noch auf Platz 11 stand.

Doch es gibt noch viel zu tun. Vor allem in kleinen Gemeinden fehlt es oft an Personal und Fachwissen. Deshalb will das Land die Kommunen stärker unterstützen. Ein wichtiges Thema ist zudem die Cybersicherheit, da die Bedrohungslage zunimmt. In Zukunft sollen auch moderne Technik wie Künstliche Intelligenz oder sogenannte Robotic Process Automation genutzt werden, um Routineaufgaben in den Ämtern automatisch zu erledigen.

Im nächsten Jahr übernimmt Niedersachsen den Vorsitz im bundesweiten IT-Planungsrat. Dabei soll vor allem die Umsetzung des sogenannten D-Stacks vorangetrieben werden, um die IT-Systeme von Bund, Ländern und Kommunen besser aufeinander abzustimmen. Ob diese großen Ziele zeitnah erreicht werden, bleibt abzuwarten.

Quelle: Landesportal Niedersachsen – zur Originalmeldung

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