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Niedersachsen übt Krisenplan für extreme Hitze und Dürre

Das Land bereitet sich im Herbst auf einen Ernstfall mit extremer Hitze vor. Mehr als 180 Organisationen nehmen an einer großen Übung teil.

Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass extreme Hitze ein echtes Problem für die gesamte Gesellschaft ist. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) sind bis Ende Juni dieses Jahres bereits mehr als 5.000 Menschen in Deutschland an den Folgen der Hitze gestorben. Neben den gesundheitlichen Risiken gab es Probleme im Bahnverkehr, Schäden an Straßen und eine hohe Gefahr für Waldbrände. Auch die Stromversorgung gerät bei solchen Temperaturen unter Druck.

Deshalb macht Niedersachsen im Herbst bei der sogenannten LÜKEX mit. Das ist eine große Übung für das Krisenmanagement, die das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) koordiniert. Insgesamt sind mehr als 180 Organisationen dabei. Aus Niedersachsen nehmen alle zuständigen Ministerien teil, vor allem die Bereiche für Inneres, Gesundheit, Umwelt, Landwirtschaft und Verkehr.

In der Übung geht es vor allem darum, wie Bund und Länder im Notfall Informationen austauschen und Entscheidungen abstimmen. Die Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung, Daniela Behrens, betont, dass man sich auf solche Lagen vorbereiten muss. Die Hitze betrifft nämlich fast alles: die Trinkwasserversorgung, die Landwirtschaft und die Arbeit der Rettungskräfte. Durch das Training eines Worst-Case-Szenarios sollen die Abläufe verbessert werden, damit man auch bei anderen Krisen besser reagieren kann.

Besonders zwei Bereiche stehen im Fokus. Das Gesundheitsministerium prüft, wie man mit einer steigenden Zahl von Erkrankungen umgeht, wenn Krankenhäuser und Pflegeheime an ihre Grenzen stoßen. Das Landwirtschaftsministerium schaut sich die Gefahren für die Tierhaltung und den Ackerbau an sowie die Waldbrandgefahr, besonders im Nordosten Niedersachsens.

Parallel dazu gibt es für die Bürger den Notfall-Monitor Niedersachsen. Auf dieser Internetseite bündelt die Landesregierung Warnungen und gibt Tipps, wie man sich selbst schützen kann. Die Regierung will damit erreichen, dass die Menschen nicht erst im Ernstfall, sondern schon vorher informiert sind.

Weitere Angaben zur genauen Dauer der Übung liegen bislang nicht vor.

Quelle: Landesportal Niedersachsen – zur Originalmeldung

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