Niedersachsen gibt Millionen für Hochschulen aus
Das Land Niedersachsen (Bundesrepublik Deutschland) plant für den kommenden Doppelhaushalt 2027/2028 eine finanzielle Unterstützung für die Hochschulen. Konkret geht es darum, dass die Tarif- und Besoldungssteigerungen komplett ausgeglichen werden sollen. Das bedeutet, dass das Land die höheren Personalkosten übernimmt.
Insgesamt sind für diesen Zweck in den beiden Jahren 67,5 Millionen Euro zusätzlich vorgesehen. Wissenschaftsminister Falko Mohrs begründet diesen Schritt damit, dass die Hochschulen Planungssicherheit brauchen. Wenn das Land die Gehälter bezahlt, müssen die Unis kein Geld aus anderen Bereichen abziehen. So wird verhindert, dass die Qualität der Lehre oder die Forschung unter den steigenden Lohnkosten leiden. Ziel ist es, im Wettbewerb um die besten Köpfe mithalten zu können.
Neben den Gehältern fließen weitere Gelder in die Digitalisierung. Die Medizinische Hochschule Hannover und die Universitätsmedizin Göttingen sollen dafür jedes Jahr insgesamt 9 Millionen Euro erhalten. Zudem gibt es eine dauerhafte Unterstützung von rund 2,7 Millionen Euro jährlich für Maßnahmen, die durch die neue Verordnung über Masterabschlüsse für Lehrämter nötig geworden sind.
Die Übernahme der Kosten ist im sogenannten Hochschulentwicklungsvertrag festgeschrieben. Ob der Doppelhaushalt in dieser Form final verabschiedet wird, entscheidet nun die Politik.