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Niedersachsen: Fallzahlen bei Clankriminalität sinken

Die Polizei und die Justiz haben neue Zahlen zur Clankriminalität in Niedersachsen veröffentlicht. Die Fälle gehen zurück, aber die Gewalt bleibt ein Problem.

In Niedersachsen (Bundesland) gibt es gute Nachrichten bei der Bekämpfung von kriminellen Clans. Im Jahr 2025 wurden 2.691 Straftaten registriert, die mit Clanstrukturen zu tun hatten. Das sind 454 Fälle weniger als im Jahr davor. Damit sinken die Zahlen bereits zum dritten Mal in Folge. Insgesamt machen diese Taten nur etwa 0,53 Prozent der gesamten Kriminalität im Land aus.

Insgesamt ermittelten die Beamten gegen 2.411 Tatverdächtige. Mehr als die Hälfte von ihnen besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit, und die meisten sind Männer. Auffällig ist, dass fast jede zweite Person, die in diesem Zusammenhang verdächtigt wird, bereits mehrfach aufgefallen ist. Genau 48 Prozent der Tatverdächtigen sind also Mehrfachtäter.

Trotz der sinkenden Zahlen bleibt die Lage gefährlich. Die größte Gruppe von Straftaten sind sogenannte Rohheitsdelikte und Taten gegen die persönliche Freiheit. Das waren 934 Fälle, wobei Körperverletzungen mit 520 Fällen den größten Teil ausmachen. Die Innenministerin Daniela Behrens warnt, dass immer noch viele verschiedene Arten von Waffen verfügbar sind und die Bereitschaft groß ist, diese auch einzusetzen. Zudem entwickeln sich Polizeieinsätze öfter zu größeren Tumulten, was die Ablehnung des Rechtsstaats zeige.

Ein großer Erfolg ist die Jagd nach dem Geld. Die Behörden haben rund 5,35 Millionen Euro an kriminell erlangtem Vermögen vorläufig gesichert. Das ist der höchste Wert der letzten fünf Jahre. Die Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann betont, dass man die Verdächtigen dort treffe, wo es weh tut: bei teuren Uhren und Autos.

Die Ermittlungen gegen kriminelle Clanstrukturen dauern an. Die Behörden wollen die Strategie beibehalten, um die finanziellen Grundlagen der Clans weiter zu zerstören.

Quelle: Landesportal Niedersachsen – zur Originalmeldung

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