Neuwied: 200 Fachkräfte diskutieren über Kinderschutz
Die Konferenz trug den Titel „Wenn Fürsorge fehlt – die unterschätzten Folgen von Vernachlässigung“. Organisiert wurde die Veranstaltung vom „Lokalen Netzwerk Kinderschutz“, hinter dem die Jugendämter der Stadt und des Landkreises Neuwied stehen. Die Expertin Birgit Köppe-Gaisendrees, die 33 Jahre lang die Ärztliche Kinderschutzambulanz Bergisch Land leitete, hielt den fachlichen Vortrag. Durch den Nachmittag führte die Moderatorin Heidi Steffl vom Landesjugendamt.
Im Saal saßen Menschen aus ganz verschiedenen Bereichen: Lehrer, Erzieher aus Kitas, medizinisches Personal und Berater. Die Netzwerkkoordinatorinnen Franziska Klein und Laura Rockenfeller erklärten, dass Vernachlässigung ein schwieriges Thema sei. Man brauche viel Fingerspitzengefühl und Durchhaltevermögen, um betroffene Kinder zu finden und ihnen zu helfen.
Auch Bürgermeister und Jugenddezernent Peter Jung war dabei. Er dankte den Fachkräften für ihre Arbeit. Er betonte, dass die Entscheidungsträger oft unter großem Zeitdruck stehen und eine schwere Verantwortung tragen.
Neben dem Vortrag gab es Zeit für Gespräche. An Ständen der Evangelischen Kinder- und Jugendhilfe Oberbieber sowie des Kinderschutzdienstes vom HTZ Bad Hönningen konnten sich die Teilnehmer informieren. Die Materialien der Konferenz werden den Beteiligten nachträglich zur Verfügung gestellt.
Wer Fragen zur Arbeit des Netzwerks hat oder die Unterlagen sucht, kann sich per E-Mail an Franziska Klein ([email protected]) oder Laura Rockenfeller ([email protected]) wenden.
Quelle: Neuwied – zur Originalmeldung