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Neustadt: Wasserentnahme aus Bächen und Seen verboten

Wegen der extremen Trockenheit darf in Neustadt (Landkreis Marburg-Biedenkopf, Hessen) ab dem 5. August kein Wasser mehr aus Gewässern entnommen werden. Wer trotzdem pumpt, riskiert ein hohes Bußgeld.

Seit dem 5. August gilt in Neustadt (Landkreis Marburg-Biedenkopf, Hessen) ein striktes Verbot: Es darf kein Wasser mehr aus Bächen, Flüssen und Seen entnommen werden. Der Landkreis hat dies per Allgemeinverfügung angeordnet. Der Grund ist die anhaltende Trockenheit. Da es seit Wochen kaum geregnet hat, sind die Wasserstände in den Gewässern extrem niedrig.

Die Behörden wollen verhindern, dass die Gewässer komplett austrocknen. Das würde die Tiere und Pflanzen in der Region massiv gefährden. Laut Peter Neidel, dem Ersten Kreisbeigeordneten, ist jede weitere Wasserentnahme in dieser Lage riskant. Die Natur braucht das Wasser jetzt dringend, um zu überleben.

Das Verbot gilt für alle. Das betrifft auch die Besitzer von Grundstücken, die direkt an einem Bach oder See liegen, sowie deren Nutzer. Wer sich nicht an die Regel hält, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Das kann teuer werden: Im schlimmsten Fall droht ein Bußgeld von bis zu 100.000 Euro.

Es gibt jedoch zwei Ausnahmen. Wer nur kleine Mengen in Trinkgefäßen für den eigenen Bedarf entnimmt, darf das weiterhin tun. Außerdem gilt das Verbot nicht für Menschen, die eine offizielle Erlaubnis der Wasserbehörden des Kreises oder des Regierungspräsidiums haben.

Wie lange die Einschränkungen dauern, ist noch nicht bekannt. Die Behörden beobachten die Lage. Sobald die Wasserstände wieder steigen, wird das Verbot aufgehoben. Die vollständige Verfügung kann auf der Homepage des Kreises unter www.marburg-biedenkopf.de/bekanntmachungen eingesehen werden.

Quelle: Neustadt – zur Originalmeldung

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