Zum Inhalt springen
newssofort.de

Neustadt warnt vor Finanzkrise der Kommunen

Foto: Stadt Neustadt (Hessen)

Bürgermeister Thomas Groll schließt sich einem bundesweiten Aktionstag an. Er fordert mehr Geld von Bund und Ländern, damit die Stadt handlungsfähig bleibt.

Am 22. Juni 2026 hat sich Neustadt (Hessen) an einem besonderen Aktionstag beteiligt. Unter dem Motto „Kommunen am Limit“ haben sich Städte und Gemeinden in ganz Deutschland zusammengetan. Drei große Verbände haben dazu aufgerufen, auf die schwierige Finanzlage der Kommunen aufmerksam zu machen.

Das Problem ist groß: Im Jahr 2025 fehlten den Kommunen bundesweit insgesamt rund 30 Milliarden Euro. Dieser Betrag ist ein historischer Höchststand und steigt laut den Berichten weiter an. Das Geld fehlt vor allem, weil die Kosten für die Instandhaltung von Gebäuden und Straßen steigen. Auch die Kinderbetreuung, der Katastrophenschutz und soziale Leistungen kosten immer mehr Geld. Zudem steigen die Anforderungen an die Qualität der Leistungen ständig an.

Für die Menschen in Neustadt könnte das spürbare Folgen haben. Wenn das Geld fehlt, betrifft das viele Dinge im Alltag: die Sanierung von Schulen, Bibliotheken und Schwimmbädern, die Pflege von Grünflächen oder den öffentlichen Nahverkehr. Auch Kultur- und Sportangebote sowie die Gesundheitsversorgung könnten unter dem Geldmangel leiden.

Bürgermeister Thomas Groll betont, dass die Stadt zwar leistungsfähig ist, aber eine verlässliche Finanzierung braucht. Er fordert, dass Aufgaben und Kosten endlich zusammenpassen. Groll will unbequeme Fragen klären, etwa welche Standards wirklich nötig sind und welche Aufgaben eigentlich auf die Ebene des Bundes oder der Länder gehören.

Die Forderungen der Kommunen sind klar: Das Finanzierungsdefizit muss komplett verschwinden, zum Beispiel durch Soforthilfen oder mehr Steuereinnahmen. Zudem soll der Grundsatz gelten: Wer eine Aufgabe bestellt, muss sie auch bezahlen. Außerdem sollen soziale Systeme reformiert und die Bürokratie, besonders im Baubereich, abgebaut werden.

Ob und wann die Politik in Berlin oder auf Landesebene auf diese Forderungen reagiert, bleibt abzuwarten.

Quelle: Neustadt – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Weitere Meldungen aus Neustadt an der Weinstraße

Alle ansehen