Neustadt: Radweg durch das Frauenrod jetzt asphaltiert
Wer in Neustadt (Hessen) oder Schwalmstadt mit dem Rad unterwegs ist, hat jetzt eine bessere Strecke. Der 1,7 Kilometer lange Radweg durch das Gebiet „Frauenrod“ wurde asphaltiert. Damit ist eine wichtige Verbindung zwischen den beiden Städten und den Landkreisen Marburg-Biedenkopf und Schwalm-Eder wieder in gutem Zustand.
Die Geschichte hinter dem Weg ist eine praktische: Eigentlich führt hier die große Mittellandroute D4 entlang. Doch als die Autobahn A49 ausgebaut wurde, musste der Radweg verlegt werden. Seitdem führte die Strecke über Wirtschaftswege. Das Problem war, dass dort viele Traktoren und landwirtschaftliche Fahrzeuge fahren. Die Stadt hatte die Wege zwar 2022 geschottert, aber die schweren Maschinen haben den Schotter schnell wieder beiseite geschoben. Das Ergebnis war ein lockerer Untergrund, auf dem man leicht rutschte. Für die Radfahrer wurde es gefährlich, und die Stadt musste ständig teuer ausbessern.
Die Bürgermeister Thomas Groll und Tobias Kreuter wollten deshalb eine dauerhafte Lösung. Gemeinsam mit den Landräten Jens Womelsdorf und Winfried Becker setzten sie die Asphaltierung durch. Das Ziel ist klar: Die Strecke soll sicher sein, damit mehr Menschen das Rad für den Alltag oder den Tourismus nutzen und die Umwelt geschont wird.
Das Ganze war ein teures Projekt. Insgesamt kostete der Ausbau 334.000 Euro. Darin sind auch 34.000 Euro enthalten, um die Eingriffe in die Natur auszugleichen. Einen Großteil der Summe hat der Bund übernommen und 250.000 Euro gefördert. Den Rest teilten sich die Städte und die Landkreise. Neustadt zahlte 54.000 Euro und Schwalmstadt 29.000 Euro, wobei die Landkreise Marburg-Biedenkopf und Schwalm-Eder jeweils einen Teil dieser Kosten übernahmen.
Mitte Juli wurde der Weg offiziell eingeweiht. Bürgermeister Thomas Groll und weitere Vertreter der Städte und Landkreise übergaben die Strecke an die Nutzer. Für Ausflugslustige gibt es nun zudem einen attraktiven Rundkurs, der über Momberg, Wiera und Neustadt führt.
Quelle: Neustadt – zur Originalmeldung