Neustadt plant Zukunft der Stadt
Die Stadt Neustadt (Hessen) arbeitet an einem neuen Plan für die Stadtentwicklung. Das sogenannte Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept soll festlegen, wie die Stadt wachsen und sich erneuern kann. Ein Büro aus Dortmund unterstützt die Stadt dabei.
Unter dem Motto „Neustadt live“ gab es vor Kurzem einen Ortsrundgang und einen Workshop im Kultur- und Bürgerzentrum. Zwar kamen nicht viele Leute zur Veranstaltung, doch die Teilnehmer diskutierten fast zwei Stunden lang intensiv an vier verschiedenen Tischen über die Zukunft ihres Wohnorts.
Ein großer Punkt war der Verkehr. Die Teilnehmer sprachen darüber, welche Angebote in Neustadt fehlen. Themen waren ein Bürgerbus, Car-Sharing und bessere Fahrradwege. Auch Geschwindigkeitsbegrenzungen und die Frage, wie man Straßen grüner gestalten kann, standen im Gespräch.
Beim Stadtbild ging es darum, was schöner gestaltet werden könnte. Die Bürger nannten dabei den Festplatz, die Bahnhofstraße und den Bahnhof. Auch die Marktstraße soll mehr zu einem „Erlebnisraum“ werden. Zudem wurde über die Leipziger Straße und neue Wohnformen gesprochen.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Nutzung von Gebäuden. Die Teilnehmer fragten sich, was mit der Sparkasse in der Marktstraße passiert, wenn der Neubau fertig ist. Auch für das Feuerwehrhaus, das nach 2031 ebenfalls durch einen Neubau ersetzt wird, wurden Ideen gesucht. Das „Will-Areal“ und ein mögliches Ärztehaus am Bahnhof waren ebenfalls Themen. Viele bemängelten zudem, dass es an einer Drogerie fehle und die Lebensmittelversorgung verbessert werden müsse.
Zum Schluss ging es um die Natur in der Stadt. Es wurde besprochen, wo mehr Grünflächen nötig sind, besonders für Kinder und Jugendliche. Konkret geht es um den „Grünen Kilometer“. Dabei sollen Parkplätze am Kultur- und Bürgerzentrum sowie am Friedhof und der Schulhof der Waldschule weniger versiegelt werden. Auch die Regenwassernutzung und neue Bäume auf dem Friedhof wurden diskutiert.
Bürgermeister Thomas Groll sagte, dass die Diskussionen trotz der geringen Teilnehmerzahl zielgerichtet waren. Jetzt geht es darum, die gesammelten Ideen zu prüfen. Die Stadt muss nun schauen, ob die Vorschläge machbar sind und wie hoch die Kosten dafür ausfallen würden. Zudem wird geklärt, welche Fördermittel es gibt.
Quelle: Neustadt – zur Originalmeldung