Neustadt am Rübenberge: Falscher Polizist bei Schockanruf geschnappt
Am Freitagabend, dem 7. August 2026, erlebte eine 87-jährige Frau aus Neustadt am Rübenberge (Hannover, Niedersachsen) einen heftigen Schock. Ein unbekannter Mann rief sie an und gab sich als Staatsanwalt aus. Er behauptete, ihr Enkel habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Um die strafrechtlichen Folgen zu verhindern, sollte die Seniorin schnell eine hohe Summe Bargeld zahlen.
Die Frau ließ sich nicht einschüchtern. Sie kontaktierte sofort einen Polizisten, den sie persönlich kannte. Der Beamte erkannte sofort, dass es sich um einen Betrugsversuch handelte, und alarmierte seine Kollegen. Als der Betrüger erneut anrief, spielte die Frau das Spiel mit. Sie stimmte zum Schein zu, das Geld zu übergeben.
Der falsche Staatsanwalt kündigte dann an, dass ein Kollege – ebenfalls ein falscher Polizist – vorbeikommen würde, um das Geld abzuholen. Die echte Polizei wartete jedoch bereits in der Nähe. Als der 55-jährige Mann aus Bielefeld auftauchte, nahmen ihn die Beamten fest und brachten ihn in die Zelle.
Nach aktuellem Stand war der Festgenommene der Mann, der das Geld abholen sollte. Die Polizei geht davon aus, dass im Hintergrund noch weitere Leute stecken, die den Anruf organisiert und gesteuert haben. Die Ermittler suchen nun nach diesen Komplizen und wollen herausfinden, wer welche Rolle bei dem Betrug gespielt hat.
Der Zentrale Kriminaldienst Hannover ermittelt nun wegen des Verdachts der versuchten banden- und gewerbsmäßigen Erpressung. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.