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Neuss: Polizei jagt Dealer und E-Scooter-Fahrer

Bei einem großen Einsatz gegen Straßenkriminalität in der Neusser Innenstadt schnappten Beamte einen flüchtigen Drogendealer und einen rasanten E-Scooter-Fahrer.

Die Polizei war letzte Woche in Neuss (Rhein-Kreis Neuss, Nordrhein-Westfalen) im Großeinsatz. Am Donnerstag und Freitag suchten uniformierte und zivile Beamte die Innenstadt und den Bereich rund um den Stadtgarten ab, um die Kriminalität auf den Straßen zu bekämpfen.

Am Donnerstag passierte es im Stadtgarten: Die Polizisten wollten einen Mann kontrollieren, doch dieser sprang schnell auf sein Fahrrad und flüchtete. Die Beamten gaben nicht auf und fanden den 28-Jährigen, der keinen festen Wohnsitz hat, nur wenige Minuten später wieder. Diesmal wurde er an der Ecke Hammer Landstraße und Hessentordamm gestellt. Bei der Durchsuchung fanden die Polizisten Heroin, das sie sofort mitnahmen.

Neben diesem Fall gab es viele weitere Kontrollen. Dabei entdeckten die Beamten noch mehr Drogen in kleinen Mengen und nahmen diese sicher. Insgesamt mussten zehn Menschen am Donnerstag den Ort verlassen, weil die Polizei Platzverweise aussprach.

Am Freitag ging es weiter. Auch an diesem Tag bekamen sieben Leute einen Platzverweis. Besonders spannend wurde es auf der Promenadenstraße in Richtung Zollstraße. Dort bemerkten die Beamten zwei E-Scooter-Fahrer, die deutlich schneller als die erlaubten 20 km/h fuhren.

Ein Polizist von der Krad-Staffel schaltete sein Blaulicht ein und forderte die Fahrer mit „Stopp Polizei“ zum Anhalten auf. Doch die beiden ignorierten das Signal und rasten weiter. Der Polizist nahm die Verfolgung eines der Fahrzeuge auf. Die Jagd führte durch den Stadtpark, über die Mühlenstraße und die Augustinusstraße bis hin zum kleinen Erftkanal. Erst an der Kreuzung Hessenstraße und Europadamm konnte der Beamte den Fahrer stoppen. Es war ein 15-jähriger Jugendlicher aus Neuss. Die Polizei brachte ihn auf die Wache, wo ihn später seine Eltern abholten. Den E-Scooter nahm die Polizei mit.

Die Polizei kündigte an, dass es auch in Zukunft solche Einsätze an Brennpunkten im Kreis geben wird. Wer verdächtige Dinge beobachtet, soll dies unter der Nummer 02131 300-0 melden.

Ob und inwieweit sich die kontrollierten Menschen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss – zur Originalmeldung

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