Neumünster gedenkt der Opfer von Hiroshima und Nagasaki
Am 6. August trafen sich viele Menschen in den Teichuferanlagen in Neumünster (Schleswig-Holstein). Anlass war der Hiroshima-Tag. Es ist nun 81 Jahre her, dass die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki geworfen wurden. Damals starben sofort etwa 200.000 Menschen. In den Jahrzehnten danach folgten noch Hunderttausende weitere Tote, weil sie an den Folgen der Bomben erkrankten.
Die Teilnehmer hielten einen Moment der Stille ein. Sie dachten dabei an die Opfer und die Überlebenden, die ein unerträgliches Leid erfahren mussten. Oberbürgermeister Tobias Bergmann, der auch als „Mayor for Peace“ fungiert, bedankte sich bei Joachim Schröder und dem Friedensforum. Er lobte die Initiative und die Leidenschaft, mit der die Stadt immer wieder an diese Schrecken erinnert.
Ein besonderes Detail prägte die Veranstaltung: 250 gefaltete Papierkraniche wurden an den Anlagen aufgehängt. In Japan ist das Falten dieser Vögel ein wichtiger Teil des Gedenkens. Die Kraniche waren eine Gemeinschaftsarbeit. Bereits im Mai hatten Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule, Joachim Schröder und Tobias Bergmann zusammen mit dem japanischen Generalkonsul Shinsuke Toda gefaltet.
Ein dieser Kraniche reiste sogar zurück nach Japan. Generalkonsul Toda nahm ihn mit, um ihn am Gedenktag in Hiroshima zu platzieren. Damit sollte gezeigt werden, dass die Ereignisse von 1945 auch für die Menschen in Neumünster eine Mahnung sind.
Neben den Kranichen gab es Musik und Lesungen. Vorgelesen wurde aus der sogenannten Atombomben-Literatur. Das sind Texte, die nach den Abwürfen entstanden sind, um an das Geschehene zu erinnern. Die Stadt Neumünster und das Friedensforum bedankten sich im Anschluss für die rege Teilnahme.
Quelle: Neumünster – zur Originalmeldung