Neuhof bereitet sich auf Krisenfälle vor
In Neuhof (Landkreis Fulda, Hessen) hat man sich Gedanken darüber gemacht, was passiert, wenn im Ernstfall der Strom ausfällt. Bei einer Bürgerversammlung am Dienstag, den 11. August, informierte die Gemeinde die Bewohner über die neuen Vorsorgemaßnahmen. Knapp 90 Leute kamen trotz der Hitze ins Gemeindezentrum, um zu hören, wie der Ort auf Krisen reagiert.
Die Gemeinde hat dafür ein spezielles Lager eingerichtet. Dort stehen nun Notstromaggregate bereit, damit die Wasserversorgung auch bei einem Stromausfall funktioniert. Außerdem gibt es 60 Feldbetten. Damit kann die Gemeinde bis zu 50 Menschen an einem Betreuungsplatz unterbringen. Ob das Ganze funktioniert, wurde bereits bei einem Musteraufbau getestet. Neuhof ist eine von zwei Pilotkommunen im Landkreis, die das so ausprobieren. In Zukunft sollen weitere Geräte gekauft und praktische Übungen gemacht werden. Auf Fragen aus der Menge gab die Gemeinde an, dass grundsätzlich auch Notstromanschlüsse für die Dorfgemeinschaftshäuser geplant sind.
Neben dem Katastrophenschutz ging es bei dem Treffen auch um die sogenannten Haldenwässer. Die Gemeinde will den Bergbaustandort über das Jahr 2035 hinaus sichern und gleichzeitig Lösungen für das Sickerwasser finden. Zwar ruht der dafür gegründete „Runde Tisch“ momentan, aber im Hintergrund wird weiter verhandelt.
Auch bei den Bauprojekten gibt es Neuigkeiten. Das Dach des Backhauses in Hauswurz und die Kitas werden saniert. Für die Kita St. Barbara wird ein Multifunktionsraum gebaut und für das Feuerwehrhaus in Rommerz gibt es eine eigene Arbeitsgruppe. Zudem wird die Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt und das Radwegenetz ausgebaut. Im nächsten Jahr soll ein neuer Weg vom Bereich der Asphalt-Pumptrackanlage und dem Fachmarktzentrum ins Grüne Dreieck führen.
Ein weiteres Thema war das Wasser. Die Anlagen in Neuhof fördern zwar genug Wasser, aber die Gemeinde bittet die Bürger trotzdem, sparsam mit dem Trinkwasser umzugehen. Zum Abschluss wurde ein digitales „Smart-Region-Dashboard“ vorgestellt. Diese Plattform soll zusammen mit den Gemeinden Flieden und Kalbach Informationen zu Baustellen, Notdiensten oder Starkregen an einem Ort bündeln. Das System ist derzeit noch in Entwicklung.
Quelle: Neuhof – zur Originalmeldung