Neues Virus bei Rindern in Süddeutschland entdeckt
In Süddeutschland ist ein neues Virus aufgetaucht. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat ein sogenanntes Orthobunyavirus der Simbu-Serogruppe bei erkrankten Rindern gefunden. Normalerweise kommen diese Viren eher in Afrika, Asien oder Australien vor.
Übertragen wird das Virus durch kleine blutsaugende Insekten, sogenannte Gnitzen. Das funktioniert ähnlich wie bei der Blauzungenkrankheit oder dem Schmallenberg-Virus. Die betroffenen Tiere hatten Fieber und Durchfall. Bei vielen Kühen sank zudem die Milchmenge deutlich. Experten vermuten, dass nicht nur Rinder, sondern auch Schafe und Ziegen das Virus in sich tragen können. Es besteht zudem die Gefahr, dass Tiere Fehlgeburten haben oder Missbildungen bei den Jungtieren auftreten.
Bisher wurde das Virus in Rheinland-Pfalz noch nicht gefunden. Trotzdem warnt der Eifelkreis Bitburg-Prüm (Rheinland-Pfalz) die Landwirte. Sie sollen wachsam sein und auf die genannten Symptome achten. Zudem wird empfohlen, die üblichen Vorsorgemaßnahmen gegen Stechmücken und Gnitzen zu treffen.
Für Menschen besteht nach aktuellem Stand keine Gefahr. Wer eine Probe untersuchen lassen will, muss dies momentan noch über das FLI tun. Das Landesuntersuchungsamt (LUA) arbeitet aber daran, die Tests bald selbst durchführen zu können.
Tierhalter mit Fragen können den Rindergesundheitsdienst des LUA unter 0261 / 9149 -385 und -386 erreichen. Ansprechpartner ist zudem das Veterinäramt der Kreisverwaltung unter 06561 / 15 -5320 und -5321.