Neues Rundfunkmuseum in Fürth bekommt Klang-Skulpturen
Im Neuen Rundfunkmuseum Fürth (Bayern) wird es bald laut. Das sogenannte Haus des Hörens setzt auf ein Projekt der Künstler Lukas Kühne und René Rissland. Die beiden planen ein „Panakustikon“. Das ist im Grunde ein sehr altes Modell von einem Mikrofon oder einer Gegensprechanlage, das schon im 17. Jahrhundert erfunden wurde.
Geplant sind zwei Stationen, die wie Skulpturen aussehen und miteinander verbunden sind. Eine dieser Stationen wird oben auf dem Turm des Museums stehen. Sie fängt die Geräusche aus der Stadt ein und leitet sie direkt ins Innere des Museums weiter. Dort können die Besucher dann hören, was draußen gerade passiert. Die zweite Skulptur steht in der Nähe des Eingangs. Sie nimmt die Klänge der direkten Umgebung auf und gibt sie sofort wieder an die Umgebung ab.
Eine Jury hat das Projekt so ausgewählt, weil die alte Technik so für jeden greifbar und ausprobierbar wird. Das Museum will in Zukunft den Hörsinn der Menschen in den Mittelpunkt stellen. Die Skulpturen sollen deshalb auch für Leute interessant sein, die das Museum schon einmal besucht haben.
Wer sehen will, welche anderen Ideen es noch gab, kann das bei der Wiedereröffnung tun. Dort wird eine Ausstellung mit allen Wettbewerbsbeiträgen geplant.
Finanziert wird das Vorhaben von mehreren Seiten. Neben der Stadt Fürth steuern der Kulturfonds Bayern, die Bayerische Landesstiftung, die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern sowie die Bundesregierung über den Kulturbeauftragten für Kultur und Medien die Gelder bei.
Quelle: Fürth – zur Originalmeldung