Neues Quartierszentrum in Esslingen-Mettingen eröffnet
Am 19. Juli war in Esslingen am Neckar (Landkreis Esslingen, Baden-Württemberg) viel los. In der Rosenstraße 44 wurde das neue Quartierszentrum in Mettingen feierlich eröffnet. Sozialbürgermeister Yalcin Bayraktar gab den Startschuss für ein buntes Fest. Rund 380 Gäste und freiwillige Helfer kamen zusammen. Es gab Musik, Tanz, verschiedene Mitmach-Angebote und Essen aus vielen verschiedenen Kulturen. Am Ende sangen und tanzten etwa 250 Menschen gemeinsam.
Das Besondere an diesem Projekt war der Weg dorthin: Die Bewohner des Stadtteils haben das Zentrum mitgeplant. In den letzten Monaten haben viele Bürger ihre Ideen und Wünsche eingebracht und mitdiskutiert. Quartiersmanagerin Meike Schmeil zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis und dem großen Andrang beim Eröffnungsfest.
Mit dem neuen Standort in Mettingen gibt es nun insgesamt neun dieser Zentren in Esslingen. Zwei davon, darunter auch das Haus in der Pliensauvorstadt, betreibt die Stadt selbst. Die anderen sieben werden von privaten Trägern oder Wohnungsunternehmen geführt, teilweise mit Geld aus der Stadtkasse.
Ein aktueller Bericht aus dem Jahr 2025 zeigt, wie wichtig diese Orte für das Miteinander sind. In den sieben ausgewerteten Einrichtungen kommen jede Woche etwa 1.200 Menschen zusammen. Zudem helfen dort jährlich knapp 400 Ehrenamtliche mit. Das Angebot ist breit gefächert: Es gibt Cafés, offene Treffs, Gesundheitskurse, Beratungen und Kulturangebote für alle Generationen.
Die Stadt sieht aber auch noch Luft nach oben. Bisher nutzen vor allem Erwachsene und Senioren die Angebote. In Zukunft sollen deshalb gezielter Kinder, Jugendliche, Männer und Menschen mit Migrationshintergrund angesprochen werden. Außerdem will man die Zentren barrierefreier machen und besser im Internet und auf Plakaten sichtbar machen.
Das Projekt in Mettingen wurde durch das Förderprogramm "Quartiersimpulse" unterstützt. Finanziert wurde der Bau aus Landesmitteln, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat.