Neuer Standort für Rettungshubschrauber Christoph 66
Am Montag, dem 10. August, wurde die neue Luftrettungsstation in Rockenhausen-Dörnbach (Landkreis Kusel, Rheinland-Pfalz) offiziell eröffnet. Dass die Hilfe aus der Luft wichtig ist, zeigte sich direkt bei der Feier: Pünktlich zum Start der Veranstaltung musste der Hubschrauber „Christoph 66“ sofort abheben, um zu einem Rettungseinsatz zu fliegen.
Das neue Gebäude ist besonders, weil es in Holzbauweise errichtet wurde. Laut der ADAC Luftrettung ist es die erste nachhaltige Luftrettungsstation in ganz Deutschland. Die Rettungskräfte haben dort jetzt moderne Ruheräume, Arbeitsplätze und einen Doppelhangar. Auch bei der Energieversorgung wurde auf Ressourcenschonung geachtet.
Für die Menschen in der Westpfalz und im Landkreis Kusel ist der Standort ein großer Gewinn. Da die Region ländlich ist und manche Orte schwer zu erreichen sind, zählt jede Minute. Der Standort in Dörnbach ist nun langfristig gesichert und soll bis zum Jahr 2048 bestehen bleiben.
„Christoph 66“ ist nicht irgendein Hubschrauber: Er ist der einzige notarztbesetzte Rettungshubschrauber in Rheinland-Pfalz, der zusätzlich über eine Rettungswinde verfügt. Seit 2019 ist die Maschine im Einsatz und hat bereits mehr als 11.000 Einsätze absolviert. Zuvor war der Hubschrauber in Sembach und zeitweise in Eßweiler stationiert.
Das Einsatzgebiet umfasst die Landkreise Kusel, Birkenfeld und Donnersberg sowie die Stadt und den Landkreis Kaiserslautern. Zur Einweihung waren viele prominente Gäste vor Ort, darunter Staatssekretär Dirk Herber aus Mainz, die Landräte Johannes Huber, Rainer Guth und Ralf Leßmeister sowie der Landtagsabgeordnete Otto Rubly. Auch der Stadtbürgermeister von Rockenhausen, Michael Vettermann, und Vertreter der ADAC Luftrettung sowie aus den Kliniken in Kaiserslautern und dem Saarland nahmen an der Feier teil.