Neuer Kredit für Sportvereine in Niedersachsen
In Niedersachsen (Norddeutschland) gibt es über 9200 Sportvereine. Fast jeder dritte Einwohner ist in einem dieser Vereine Mitglied. Doch viele der Sportstätten sind veraltet. Wenn eine Turnhalle saniert oder ein neuer Platz gebaut werden soll, fehlen oft die Mittel. Das Problem ist: Klassische Banken und Sparkassen lehnen die Kredite oft ab, weil die Vereine bei der Bonitätsprüfung schlecht abschneiden. Sie haben schlichtweg nicht genug Eigenvermögen.
Um diese Lücke zu schließen, kommt ab Januar 2027 der sogenannte „NBank Investkredit Sport“ auf den Markt. Das Besondere daran ist, dass das Land Niedersachsen eine Bürgschaft über insgesamt 50 Millionen Euro übernimmt. Das bedeutet, das Land springt ein, wenn es Probleme gibt. Dadurch wird es für die Banken einfacher, den Vereinen das Geld zu leihen.
Das Programm richtet sich an rechtsfähige Vereine im Land, die Mitglied im LandesSportBund (LSB) Niedersachsen sind. Die Kredite sollen zwischen 100.000 Euro und 4 Millionen Euro liegen. Damit können bis zu 80 Prozent der Kosten für Neubauten, Umbauten oder Modernisierungen finanziert werden.
Es gibt jedoch Ausnahmen: Wer nur auf Gewinn aus ist oder bereits in großen finanziellen Schwierigkeiten steckt, bekommt keine Unterstützung. Auch alte Schulden können mit diesem Geld nicht einfach umgeschrieben werden.
Innenministerin Daniela Behrens warnt davor, dass der Vereinssport ohne moderne Anlagen sterben könnte. Die Menschen würden dann zu kommerziellen Anbietern abwandern, was auch dem Ehrenamt schaden würde. Michael Kiesewetter von der NBank und Reinhard Rawe vom LSB sehen in dem Kredit eine Chance, die Infrastruktur endlich zukunftsfähig zu machen.
Genaue Details zu den Bedingungen und wie man den Kredit beantragt, werden rechtzeitig vor dem Start 2027 auf den Seiten der NBank und des LandesSportBundes veröffentlicht. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.