Neckarbischofsheim: Kriminalität steigt leicht, Unfallfluchten nehmen zu
In der letzten öffentlichen Sitzung des Gemeinderats in Neckarbischofsheim (Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg) hat die Polizei die Bilanz für das Jahr 2025 präsentiert. Die Zahl der Straftaten ist leicht gestiegen und liegt nun bei 96 Fällen, im Vorjahr waren es 87. Trotz dieses Anstiegs ist die Lage besser als in den Jahren 2021 und 2022. Positiv ist, dass die Polizei mehr Fälle lösen konnte: Die Aufklärungsquote liegt jetzt bei 58,3 Prozent.
Bei den Delikten gibt es unterschiedliche Entwicklungen. Weniger Diebstähle, Sachbeschädigungen und Fälle von Partnergewalt sowie Rohheitsdelikte gab es im letzten Jahr. Dafür haben die Zahlen bei Sexualdelikten und der Cyberkriminalität zugenommen. Da die Gesamtzahl der Taten in der Stadt eher gering ist, wirken sich schon wenige neue Fälle stark auf die Prozentrechnung aus.
Auch im Straßenverkehr gab es Veränderungen. Insgesamt stieg die Zahl der Unfälle von 60 auf 67. Ein wichtiger Lichtblick ist jedoch, dass es weniger Unfälle mit Personenschäden gab. Im Jahr 2025 wurde glücklicherweise niemand schwer verletzt.
Ein Problem ist hingegen das Verhalten mancher Fahrer. Die Zahl der Unfallfluchten ist fast doppelt so hoch gestiegen: Von zwölf Fällen im Vorjahr waren es 2025 insgesamt 23. Bürgermeister Thomas Seidelmann kritisierte dies deutlich. Wer einen Schaden verursacht, dürfe nicht einfach weiterfahren, da dies kein Kavaliersdelikt sei.
Insgesamt bewertet die Stadt die Lage als sicher. Die Zusammenarbeit mit dem Polizeirevier Sinsheim und dem Polizeiposten Waibstadt wird als gut beschrieben. Die Ermittlungen zu den aktuellen Fällen dauern an.