Nagold: Brand in Wohneinrichtung löst Großevakuierung aus
Es war kurz nach vier Uhr morgens, als am Freitag in Nagold (Kreis Calw) die Brandmeldeanlage einer betreuten Wohneinrichtung in der Iselshauser Straße auslöste. Als die Feuerwehr eintraf, bestätigten das Personal und die Bewohner sofort: Es brennt.
Die Situation war ernst, deshalb forderte die Einsatzleitung schnell weitere Verstärkung an. Das Personal hatte bereits fast alle Bewohner aus dem Gebäude geholt. Nur zwei Menschen, die nicht mehr laufen konnten, waren noch im Haus. Während die Feuerwehr sofort begann, das Feuer in der betroffenen Wohnung zu löschen, half der Rettungsdienst dabei, die beiden verbliebenen Menschen sicher nach draußen zu bringen.
Insgesamt 45 Bewohner wurden in eine benachbarte Einrichtung gebracht. Dort kümmerten sich Fachleute und Retter um sie. Einige mussten vor Ort medizinisch versorgt werden, aber zum Glück musste niemand ins Krankenhaus. Um ganz sicherzugehen, suchten zehn Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten jedes einzelne Zimmer und jedes Stockwerk ab.
Das Feuer verursachte eine starke Rauchentwicklung. Der Gestank zog bis in die Innenstadt von Nagold. Weil der Rauch wegen der Wetterlage nur langsam verschwand, wurde über ein Warnsystem an die Bevölkerung appelliert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Der Einsatz war ein riesiger Kraftakt. Insgesamt 52 Feuerwehrleute aus den Abteilungen Stadt, Iselshausen, Gündringen und Mindersbach waren mit 13 Fahrzeugen im Einsatz. Auch der Rettungsdienst und das DRK unterstützten die Arbeit. Da die Evakuierung für viele Bewohner ein Schock war, halfen vier Menschen der psychosozialen Notfallversorgung bei der Betreuung.
Kurz vor 9 Uhr war der Einsatz beendet. Der Sachschaden ist hoch und wird auf etwa 200.000 Euro geschätzt. Die Polizei hat nun die Ermittlungen aufgenommen, um herauszufinden, wie es zu dem Brand kam. Die Untersuchungen dauern an.
Quelle: Kreisfeuerwehrverband Calw e.V. – zur Originalmeldung