NABU sucht Unterstützung im Landkreis Marburg-Biedenkopf
Ab dem 17. August 2026 ziehen Mitarbeiter des NABU-Kreisverbandes Marburg-Biedenkopf durch den Landkreis. Sie wollen die Menschen in der Region für den Naturschutz begeistern und neue Unterstützer gewinnen. Man erkennt die Leute leicht an ihren blauen Jacken oder T-Shirts mit dem NABU-Logo. Zudem tragen sie einen offiziellen Mitarbeiterausweis bei sich.
Der Verein braucht die Hilfe, um seltene Tierarten und Lebensräume in der Gegend zu retten. Im Landkreis gibt es insgesamt 14 Orts- und Stadtgruppen, die ehrenamtlich arbeiten. Ein Erfolg ist zum Beispiel im Amöneburger Becken zu sehen: Dort gab es 2018 nur noch drei Kiebitzpaare, während es um 1970 noch rund 120 waren. Weil NABU-Helfer und Landwirte jedes Frühjahr Schutzzäune um die Eier der Vögel bauen, hat sich die Zahl der Tiere inzwischen wieder mehr als verdoppelt.
Die Aufgaben der Gruppen sind verschieden. Sie pflegen Orchideenwiesen, Magerrasen und Feuchtgebiete oder kümmern sich um Streuobstwiesen. Mit speziellen Amphibienzäunen retten sie jedes Jahr hunderte Kröten, Frösche und Molche. Auch für Vögel und Fledermäuse bauen sie Nistplätze. Sogar in der Stadt Marburg (Hessen) gibt es Erfolge: In der Elisabethkirche zieht ein Uhu unter dem Schutz des NABU seine Jungen auf. Außerdem helfen die Gruppen bei der Wiederansiedlung von Störchen und unterstützen die Wildvogelhilfe.
Ein wichtiger Punkt ist der Nachwuchs. In vielen Gemeinden gibt es Gruppen für Kinder und Jugendliche, wie die „Wildkatzen“ und „Luchsen“ in Dautphetal oder die NAJU in Marburg-Cappel. Die Aktiven gehen in Kitas und Schulen oder bauen bei Ferienspielen Insektenhotels.
Das Team informiert ab dem 17. August über diese Projekte und erklärt, wie man durch eine Mitgliedschaft langfristig helfen kann. Die Höhe des Beitrags kann jeder selbst festlegen. Wichtig ist: Die Mitarbeiter nehmen kein Bargeld an.
Bei Fragen kann man sich an Andreas Trepte vom NABU-Kreisverband in Marburg wenden.
Quelle: Lahntal – zur Originalmeldung