Mündersbach und Roßbach bekommen neuen Abwasserweg
Die Bürgermeisterin Gabriele Greis von der Verbandsgemeinde Hachenburg und Bürgermeister Sven Schür von der Verbandsgemeinde Puderbach haben am 22. Juli 2026 eine Vereinbarung unterschrieben. Damit ist entschieden: Die Ortsgemeinden Mündersbach und Roßbach werden künftig an die Kläranlage Hölzches Mühle der Verbandsgemeinde Puderbach angeschlossen.
Der Grund für den Schritt sind die alten Anlagen in Mündersbach und Roßbach. Diese sind technisch veraltet und erfüllen die gesetzlichen Anforderungen nicht mehr. Die Verbandsgemeinde Hachenburg musste sich entscheiden, ob sie neue eigene Anlagen baut oder die bestehende Anlage in Puderbach nutzt. Eine Rechnung hat gezeigt, dass der Anschluss an die Anlage Hölzches Mühle auf Dauer günstiger und technisch sinnvoller ist.
Die Anlage Hölzches Mühle kann insgesamt 48.900 Einwohnergleichwerte reinigen. Bisher kommen etwa 16.000 aus Gemeinden und 29.000 aus der Industrie. Nun kommen 1.600 weitere Einwohnergleichwerte aus Mündersbach und Roßbach hinzu. Das bringt einen technischen Vorteil: Mehr kommunales Abwasser bedeutet mehr organische Stoffe. Diese steigern die Gasproduktion im Faulturm der Anlage.
Das entstehende Klärgas wird in einem Blockheizkraftwerk in Strom und Wärme umgewandelt. Da die Anlage dadurch effizienter läuft, können die Kosten gesenkt werden. Das ist gerade bei den aktuellen Energiepreisen wichtig, damit die Abwassergebühren für die Bürger stabil bleiben.
Beide Seiten profitieren von dem Deal. Die Verbandsgemeinde Hachenburg bekommt eine moderne Lösung, ohne selbst riesige Summen in neue Anlagen investieren zu müssen. Die Verbandsgemeinde Puderbach steigert durch die zusätzliche Menge an Abwasser die wirtschaftliche Leistung ihrer Anlage.
Quelle: Astert – zur Originalmeldung