Mühlheim am Main erklärt Bewässerung der Stadtbäume
Die Stadt Mühlheim am Main (Landkreis Offenbach, Hessen) setzt alles daran, das Stadtgrün zu erhalten. Bäume sind wichtig, weil sie Schatten spenden, die Luft reinigen und bei Starkregen das Wasser regulieren. Damit die Pflanzen überleben, gibt es eine feste Liste. Vor allem junge Bäume und Neupflanzungen werden zuerst gegossen. Wenn es lange trocken bleibt, kommen auch Pflanzen an schwierigen Standorten dazu. Meistens wird einmal pro Woche gewässert, wobei die Stadt nicht alle Flächen im gesamten Gebiet versorgen kann.
Um das Wasser gezielt an die Wurzeln zu bringen, nutzt die Stadt Bewässerungssäcke oder Gießringe. Das ist besonders dort wichtig, wo der Boden versiegelt ist und das Wasser sonst einfach weglaufen würde. Da die Säcke aus Kunststoff sind, werden sie aber nicht überall eingesetzt.
Die Arbeit erledigen meistens die Mitarbeiter des Bauhofs. In extremen Trockenphasen reicht die eigene Kraft jedoch nicht aus. Deshalb hilft die Freiwillige Feuerwehr ehrenamtlich mit. Bei ganz neuen Pflanzungen übernehmen in den ersten Jahren oft externe Firmen die Versorgung.
Ein wichtiger Punkt ist die Herkunft des Wassers. Der Bauhof nutzt nur Wasser aus dem Main. Die Feuerwehr muss aus technischen Gründen jedoch auf Trinkwasser zurückgreifen. Die Stadt stellt klar, dass sie vorrangig das Netz Mühlheim-Dietesheim nutzt, wo die Grundwasserspiegel steigen und es keinen Mangel gibt. Nur im Stadtteil Lämmerspiel gibt es eine andere Versorgung über den Wasserzweckverband Stadt und Kreis Offenbach (ZWO). Dort gab es diesen Sommer Engpässe.
Langfristig will die Stadt das Problem angehen, indem sie andere Baumarten pflanzt und die Standorte optimiert, damit weniger gegossen werden muss.