Morbach: Hohe Geldstrafe nach wilder Motorradfahrt
Es war der 9. August letzten Jahres, als es auf der B327 bei Morbach (Landkreis Bernkastel-Wittlich, Rheinland-Pfalz) zu einer riskanten Jagd kam. Ein Motorradfahrer raste in Richtung Flughafen Hahn und versuchte, die Polizei abzuschütteln. Damit die Beamten ihn nicht sofort zuordnen konnten, hatte der Fahrer sein Kennzeichen eingeklappt. So war das Schild für die Verfolger nicht ablesbar.
Die Fahrt wurde immer gefährlicher. Der junge Mann beschleunigte sein Motorrad auf bis zu 180 km/h. Dabei überholte er andere Autos auf eine Weise, die für alle Beteiligten riskant war. Die Polizei aus Morbach nahm die Verfolgung auf und konnte den Fahrer schließlich stoppen.
Die Ermittlungen der Polizeiinspektion Morbach ergaben, dass der 21-Jährige aus dem Landkreis Trier-Saarburg hinter dem Lenker saß. Ihm wurde vorgeworfen, ein illegales Rennen gefahren, das Kennzeichen missbraucht und den Straßenverkehr gefährdet zu haben.
Das Gericht hat nun entschieden. Der junge Mann erhielt ein Fahrverbot für zwei Monate. Außerdem muss er eine Geldstrafe von 75 Tagessätzen zu je 80 Euro zahlen. Das macht insgesamt 6.000 Euro.
Die Polizei nutzt den Fall für eine Warnung. Solche illegalen Rennen seien extrem gefährlich. Sie appelliert an alle Motorradfahrer, im Straßenverkehr aufeinander achtzugeben, um Unfälle zu vermeiden.