Mondi investiert 15 Millionen Euro in Werk Ebersdorf
Das Werk in Ebersdorf (Landkreis Coburg, Bayern) gehört mittlerweile zum Weltkonzern Mondi, der zuvor die Firma Schumacher Packaging gekauft hatte. Für den Konzern ist der Standort ein echter Glücksgriff, weil er geografisch sehr gut liegt. Markus Skiba, der seit einem Jahr für Ebersdorf verantwortlich ist, sieht eine erfolgreiche Zukunft für das Werk.
Um den Standort zu stärken, hat Mondi einen Plan für die nächsten drei Jahre aufgestellt. Insgesamt sollen gut 15 Millionen Euro investiert werden. Ein wichtiger Schritt ist die Umstellung auf eine vollautomatische Maschinenbestückung. Das Ziel: Bis Ende des Jahres sollen keine Gabelstapler mehr in den Werkshallen fahren. Außerdem werden die Pausenräume und Toiletten modernisiert, damit sich die Mitarbeiter im Alltag wohler fühlen.
Das Werk in Ebersdorf ist bereits jetzt das leistungsfähigste Werk in Europa. Jährlich werden rund 240 Millionen Quadratmeter Wellpappe produziert. Laut Skiba ist aber noch Luft nach oben: Die Produktion könnte noch einmal um bis zu 30 Prozent gesteigert werden. Im riesigen Hochregallager finden 55.000 Paletten Platz. Dort lagern vor allem Versandkartons, die unter anderem für den Online-Handel oder für Gemüse aus dem Nürnberger Knoblauchsland genutzt werden. Dank digitaler Drucker kann Mondi die Kartons schnell und günstig individuell gestalten.
Ein Problem gibt es jedoch bei der Logistik. Mondi besitzt zwar 120 eigene Lkw und arbeitet im Drei-Schicht-Betrieb, möchte aber gerne wieder die Bahn nutzen. Das Gleis für die Anlieferung der großen Rohpapier-Rollen soll reaktiviert werden. Gespräche mit der Deutschen Bahn laufen bereits, allerdings nur sehr langsam. Landrat Straubel und Bürgermeister Schultheiß unterstützen diesen Wunsch, vor allem weil die Treibstoffkosten für Lkw immer stärker steigen.
Weitere Details zu den genauen Zeitplänen der Investitionen liegen bislang nicht vor.