Mittelsachsen baut Glasfasernetz für Gigabit-Internet aus
Am 24. März 2026 gab es im Schloss Augustusburg den offiziellen Startschuss für ein riesiges Internet-Projekt. Der Landkreis Mittelsachsen (Sachsen) baut gemeinsam mit der Firma mitteldeutsche IT GmbH das Glasfasernetz aus. Insgesamt fließen rund 84,5 Millionen Euro in das Vorhaben, wovon über 50 Millionen vom Bund und etwa 34 Millionen vom Freistaat Sachsen kommen.
Das Projekt ist in zwei Bereiche, die sogenannten Cluster G und M, unterteilt. Im Cluster G geht es um die Gemeinden Erlau, Geringswalde, Großweitzschen, Hartha und Jahnatal. Im Cluster M sind Augustusburg, Brand-Erbisdorf, Frankenberg, Leubsdorf, Niederwiesa und Mittweida dabei. Auch Flöha (Sachsen) ist Teil des Plans, wobei dort ein eigenwirtschaftlicher Ausbau erfolgt.
Die Arbeiten laufen in Etappen ab. In Hartha und Augustusburg wurde bereits Ende 2025 angefangen. Als Nächstes folgt Brand-Erbisdorf und dann die restlichen Orte. Damit die Menschen vor Ort wissen, was passiert, gibt es aktuell Informationsveranstaltungen in den betroffenen Regionen.
Die Zahlen hinter dem Projekt sind gewaltig: Die Firma verlegt insgesamt rund 3.252 Kilometer Glasfaserkabel. Dafür müssen in 636 Kilometern Länge Gräben ausgehoben werden. Bis Ende 2028 sollen so etwa 10.313 Gebäude einen Anschluss bekommen. In Flöha werden zusätzlich rund 1.100 Gebäude erschlossen, wobei die Teilnehmer hier keine Beteiligungskosten zahlen müssen.
Das Ziel ist, dass bis 2030 der gesamte Landkreis versorgt ist. Die neuen Leitungen bieten eine Geschwindigkeit von mindestens einem Gigabit pro Sekunde beim Hoch- und Runterladen. Die mitteldeutsche IT GmbH stellt ihr Netz allen Anbietern offen. Die Bürger können also selbst entscheiden, bei welcher Firma sie ihren Vertrag für Internet, Telefon oder Fernsehen abschließen.
Die ersten Netze in Augustusburg und Brand-Erbisdorf sollen bereits Mitte 2026 in Betrieb gehen. Landrat Sven Krüger bat die Bewohner um Verständnis für die kommenden Baustellen, da dies die Grundlage für die Zukunft der Region sei.
Quelle: Flöha – zur Originalmeldung