Mittelfranken: Betrüger tarnen sich als Handwerker
In Mittelfranken (Bayern) sind derzeit Betrüger unterwegs, die eine hinterhältige Masche nutzen. Sie geben sich als Handwerker oder Mitarbeiter der Stadtwerke aus, um so in die Wohnungen älterer Menschen zu kommen. Einmal drinnen, stehlen sie Geld und Schmuck.
Besonders dreist lief es in Gunzenhausen (Bayern) in der Waldstraße am 12. August zu. Zwei Männer klingelten bei einer 94-Jährigen und behaupteten, sie müssten die Zählerstände ablesen. Während einer der Männer die Frau mit Gesprächen ablenkte, schlich sich sein Komplize heimlich in die Wohnung. Die Seniorin bemerkte das zu spät. Als sie ins Schlafzimmer eilte, sah sie, wie der Dieb bereits Schmuck aus ihren Schatullen stahl. Dann flüchteten beide gemeinsam vom Ort.
Der Täter sah etwa 25 bis 35 Jahre alt aus, hatte lockige schwarze Haare und eine osteuropäische Erscheinung. Er trug ein schwarzes T-Shirt und eine gelbe Weste.
Ähnlich verlief es am Vormittag desselben Tages im Nürnberger Osten. Gegen 9:30 Uhr klingelte ein Mann bei einer 90-Jährigen. Er gab vor, Handwerker zu sein und das Wasser kontrollieren zu müssen. Während er etwa zehn Minuten im Badezimmer war, schlich ein zweiter Unbekannter in die Wohnung. Er stahl einen größeren Geldbetrag, bevor der erste Mann wortlos die Wohnung verließ. Die Frau bemerkte den Diebstahl erst später.
Auch in Ansbach (Bayern) gab es am 11. August einen Vorfall. Dort besuchten zwei angebliche Stadtwerke-Mitarbeiter eine 69-Jährige. Sie ließ die Männer herein und zeigte ihnen ihre Heizkörper. Erst nachdem die beiden weg waren, kamen der Frau Zweifel, ob die Männer wirklich offiziell dort waren. Zum Glück fehlte diesmal nichts.
Die Polizei warnt nun eindringlich vor diesen Besuchen. Man solle Unbekannten niemals einfach so die Tür öffnen, sondern immer erst nach einem Dienstausweis fragen. Im Zweifel sollte man die entsprechende Firma selbst anrufen, um den Termin zu prüfen. Wer sich unter Druck gesetzt fühlt, soll laut Hilfe rufen oder die Polizei rufen.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft.
Quelle: Polizeipräsidium Mittelfranken – zur Originalmeldung