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Ministerpräsidenten fordern beim Gipfel am Geiseltalsee Rentenschutz

Sven Schulze, Michael Kretschmer und Mario Voigt haben sich zum Strukturwandel-Gipfel getroffen. Neben neuen Projekten in der Region geht es vor allem um gemeinsame Forderungen an den Bund.

Die Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen haben sich am 30. Juli 2026 am Geiseltalsee getroffen. Sven Schulze, Michael Kretschmer und Mario Voigt wollten gemeinsam mit Leuten aus der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Kommunen besprechen, wie es im Mitteldeutschen Revier weitergeht. Im Zentrum standen dabei neue Jobs, Innovationen und die Suche nach Fachkräften.

Die drei Regierungschefs besuchten verschiedene Stationen, um zu sehen, was in der Region bereits funktioniert. So schauten sie sich den Bildungscampus Naumburg an, der mit rund 45 Millionen Euro aus dem Just Transition Fund gefördert wird. Auch das Mitteldeutsche Bildungszentrum in Bitterfeld-Wolfen stand auf dem Programm, das Firmen bei der Ausbildung von Fachkräften hilft. Zudem informierten sie sich über das Forschungsprojekt „Digitalisierung pflanzlicher Wertschöpfungsketten“ (DiP), das digitale Lösungen für eine nachhaltige Bioökonomie sucht.

Ein weiterer Stopp führte die Politiker nach Leuna. Dort wird gerade die weltweit erste Bioraffinerie von UPMBiochemicals gebaut. In diesem Werk sollen aus Laubholz-Biomasse Chemikalien für eine klimafreundliche Industrie hergestellt werden. Sven Schulze betonte dabei, dass der Strukturwandel nicht nur auf dem Papier existieren darf, sondern im Alltag der Menschen ankommen muss, damit junge Leute Perspektiven in der Heimat finden.

Neben den Projekten vor Ort verabschiedeten die drei Chefs eine gemeinsame Erklärung mit Forderungen an die Bundesregierung. Besonders bei den Sozialreformen wollen sie die Lebensleistung der Menschen im Osten schützen. Sie wehren sich gegen die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren. Außerdem fordern sie, dass die geplante Kapitaldeckung die gesetzliche Rente nicht schwächt und die Frühstart-Rente schnell für alle Jahrgänge gilt.

Auch in der Pflege gibt es Forderungen: Die Eigenanteile sollen begrenzt werden. Zudem sollen versicherungsfremde Leistungen stärker aus Steuern bezahlt werden, um die Pflege zu Hause zu verbessern.

Quelle: Halle (Saale) – zur Originalmeldung

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