Ministerin Staudte besucht Tierheime und Landwirte in Niedersachsen
Ministerin Miriam Staudte hat ihre diesjährige Sommerreise gestartet. Dabei besuchte sie verschiedene Betriebe und Einrichtungen, bei denen es um den Schutz und die Haltung von Tieren geht.
Zuerst ging es an den Elbdeich bei Bleckede (Landkreis Lüneburg). Dort arbeitet der Schäfer Stefan Erb mit einer besonderen Methode gegen Wölfe: Er setzt rund 14 Herdenschutzhunde ein. Das sind Mischlinge vom Pyrenäenberghund, die er mittlerweile auch selbst züchtet. Die Hunde bewachen knapp 1.400 Schafe, darunter auch die bedrohte Rasse der Weißen Leineschafe. Da die Herden auf einer Strecke von 50 Kilometern grasen, wo viele Touristen unterwegs sind, müssen die Hunde freundlich zu Menschen sein. Das Konzept funktioniert: Seit die Hunde im Einsatz sind, wurde kein einziges Schaf mehr gerissen.
Danach besuchte die Ministerin in Lüneburg den Tierschutzverein Lüneburg und Umgebung e.V. und das dazugehörige Tierheim. Jedes Jahr landen dort über 1.000 Tiere in Not, von Katzen und Hunden bis hin zu kleinen Meerschweinchen oder Wildtieren. Die Leitung Franziska John und Sven Koschel zeigten zudem zwei weitere Projekte: Die „Katzenhilfe Lüneburg“ kümmert sich um freilebende Katzen, während die „Tierfutterhilfe“ Menschen mit wenig Geld unterstützt, damit diese ihre Haustiere behalten können.
Weiter ging die Reise nach Bienenbüttel (Landkreis Uelzen) zur Heiderinder GmbH. Der Landwirt Alexander Schmidt hält dort Hereford-Mutterkühe, Kälber und Schweine auf weiten Flächen in der Heide. Besonders ist hier die sogenannte Weideschlachtung. Schmidt führt diese selbst direkt auf der Weide durch. Durch die vertraute Umgebung und kurze Wege sollen die Tiere bis zum Ende möglichst wenig Stress haben.
Zum Abschluss besuchte die Ministerin das NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde (Landkreis Gifhorn). Die Einrichtung unter Bärbel Rogoschik ist eine der größten Stationen in Niedersachsen und kann mehr als 2.500 Tiere aufnehmen. Das Zentrum ist zudem die staatliche Hauptstelle für die Pflege von Störchen. Hier werden kranke oder verletzte Wildtiere gepflegt, bis sie – wenn es geht – wieder in die Natur entlassen werden können.
Die Ministerin lobte bei allen Stationen das Engagement der Menschen und die Verbindung von Tradition und neuen Ideen für den Tierschutz.