Millionenschaden durch Schwarzarbeit: Haftstrafen in Augsburg
Die drei Männer hatten sich zu einer Bande zusammengeschlossen. Gemeinsam betrieben sie seit Anfang 1995 ein Einzelunternehmen für Elektroinstallationen. Die Firma arbeitete für verschiedene Großkunden und führte deutschlandweit Aufträge aus.
Um Geld zu sparen, setzten die Verantwortlichen auf ein illegales System. Zwischen September 2016 und August 2021 beschäftigten sie mehr als 1.300 Arbeiter aus Serbien. Für diese Leute wurden in Deutschland keine Sozialversicherungsbeiträge gezahlt. Damit die Behörden den Betrug nicht bemerkten, nutzten die Männer einen Trick: Die Arbeiter waren nur zum Schein bei serbischen Servicegesellschaften angestellt. So sollte die Schwarzarbeit verschleiert werden.
Durch dieses Vorgehen entstand ein riesiger Schaden für die Sozialversicherung. Insgesamt fehlen etwa 18,7 Millionen Euro.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Augsburg hatte die Ermittlungen im September 2020 gestartet. Das Landgericht Augsburg verurteilte den Hauptbeschuldigten im Jahr 2024 zu fünf Jahren und drei Monaten Haft. Zwei weitere Mitangeklagte bekamen Strafen von drei Jahren und zehn Monaten sowie zwei Jahren und zehn Monaten.
Die Verurteilten wehrten sich gegen das Urteil und legten Revision ein. Doch der Bundesgerichtshof hat diese Revision mit einem Beschluss vom 28. April 2026 verworfen. Damit ist das Urteil nun rechtskräftig und muss vollstreckt werden.