Millionen-Förderung für Gemeinden im Landkreis Emmendingen
Am Freitag, den 24. Juli, hat der Verteilungsausschuss beim Regierungspräsidium Freiburg über eine große Summe entschieden. Insgesamt fließen 60,4 Millionen Euro an Gemeinden im Regierungsbezirk, die finanziell schlecht dastehen. Das Geld soll helfen, wichtige Bauprojekte endlich umzusetzen. Der Bedarf ist riesig: In diesem Jahr gingen 147 Anträge ein. Bisher waren es meistens nur etwa 110.
Ein großer Teil des Geldes, etwa 38 Millionen Euro, fließt in die Bildung, die Kinderbetreuung und die Ausrüstung der Feuerwehren. Außerdem gibt es dieses Jahr elf Millionen Euro extra für kaputte Straßen und Brücken.
Im Landkreis Emmendingen (Baden-Württemberg) profitieren gleich mehrere Orte von den Zuschüssen. Insgesamt bekommt die Region 6,99 Millionen Euro. Die höchsten Summen gehen nach Freiamt für die Sanierung des Kindergartens „Spielwiese“ in Ottoschwanden-Allmend (1,6 Millionen Euro) und nach Kenzingen für die „Üsenberghalle“ (1,4 Millionen Euro). Auch Herbolzheim erhält 1,2 Millionen Euro für die Grundschule Wagenstadt und Endingen am Kaiserstuhl bekommt eine Million Euro für die Realschule.
Weitere Gelder fließen nach Winden im Elztal für die Mehrzweckhalle in Oberwinden (680.000 Euro) und nach Malterdingen für das Dach des Kindergartens „Sofie Roth“ (500.000 Euro). In Waldkirch werden 300.000 Euro für die Kohlenbacher Talstraße nach einem Hangrutsch und 240.000 Euro für die Gewerbekanalbrücke genutzt. Kleinere Beträge gehen nach Forchheim für eine Damenumkleide im Feuerwehrhaus (30.000 Euro) und nach Biederbach für die Denterstraße-Brücke (40.000 Euro).
Insgesamt wurden 137 Maßnahmen bewilligt. Die Gemeinden hatten sich eigentlich rund 100 Millionen Euro gewünscht, aber das Geld des Ausgleichstocks reicht nicht für alles. Die Entscheidung wird von den Bürgermeistern deshalb immer mit großer Spannung erwartet, da viele Orte ohne diese Hilfe ihre Projekte nicht stemmen könnten.