Militärmanöver bei Floß: Warnung vor Sprengstoffen
Im Landkreis Neustadt an der Waldnaab (Bayern) sind derzeit wieder Soldaten im Einsatz. In der Gegend um Floß finden verschiedene Manöver statt. Aktuell läuft bis zum 23. Juli eine Erkundungsübung, die sich über die Orte Lindenhof, Schlattein, Waldkirch, Fahrenberg, Pirk, Neustadt und Wurz erstreckt.
Bereits zuvor gab es weitere Einsätze. Vom 6. bis 10. Juli wurde in Gebieten wie Pfaffenreuth, Walpersreuth und Georgenberg geübt. Im Juni fanden zudem eine Erkundungsübung und ein Nacht-Orientierungsmarsch statt, bei denen unter anderem die Burgruine Haselstein und Püchersreuth betroffen waren.
Die Gemeinde warnt die Bewohner: Auf den Straßen ist jetzt mit mehr Militärkonvois zu rechnen. Die Menschen sollen sich von den Anlagen der Truppen fernhalten. Besonders gefährlich sind Munitionsreste, die im Wald oder auf Feldern liegen geblieben sein könnten. Wer Sprengstoffe findet, soll sofort die Polizei rufen.
Falls durch die Übungen Schäden entstanden sind, gibt es feste Regeln für die Entschädigung. Wenn die Bundeswehr allein verantwortlich war, muss der Schaden im Bauamt des Marktes Floß gemeldet werden. Ein entsprechendes Formular muss ausgefüllt werden. Die Gemeinde leitet den Antrag dann an das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum weiter. Es wird empfohlen, Fotos von den Schäden zu machen.
War eine ausländische Armee beteiligt, gelten andere Fristen. Der Schaden muss innerhalb eines Monats nach Ende der Übung schriftlich bei der Gemeinde gemeldet werden. Alternativ hat man drei Monate Zeit, nachdem man vom Schaden erfahren hat. In diesem Fall geht der Antrag an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Nürnberg (Rudolphstraße 28-30).
Wer Fragen hat, kann sich an das Rathaus am Rathausplatz 3 in Floß wenden. Erreichbar ist die Verwaltung täglich von 8 bis 12 Uhr und donnerstags bis 17:30 Uhr unter der Telefonnummer 09603 / 92 11 - 0.
Quelle: Floß – zur Originalmeldung