Mikrozensus in Bayern: Weitere Befragungen bis Jahresende
In Bayern (Deutschland) läuft derzeit der sogenannte Mikrozensus. Das ist eine Art kleine Volkszählung, mit der der Staat die wirtschaftliche und soziale Lage der Menschen prüft. Insgesamt sollen in Bayern rund 130.000 Bürger befragt werden. Die erste Hälfte ist bereits geschafft: Seit Beginn des Jahres haben etwa 65.000 Menschen ihre Daten übermittelt.
Jetzt folgt die zweite Phase. Bis zum Jahresende wird das Landesamt für Statistik weitere 65.000 Menschen anschreiben. Wer einen Brief bekommt, muss gesetzlich zwingend teilnehmen und Auskunft über seine Lebens- und Arbeitsbedingungen geben. Die Auswahl der Leute erfolgt dabei nach einem Zufallsprinzip.
Die Daten helfen der Politik, bessere Entscheidungen zu treffen. So geht es zum Beispiel darum, wie man Armut bekämpft, die Kinderbetreuung fördert oder Rentner besser unterstützt. Durch die jährlichen Abfragen lassen sich Entwicklungen über lange Zeit beobachten. So zeigt die Statistik etwa, wie sich die Größe der Haushalte in den letzten 60 Jahren verändert hat oder dass Mütter heute finanziell unabhängiger sind als noch vor 15 Jahren.
Wer befragt wird, muss keine Angst um seine Privatsphäre haben. Die Einzelangaben unterliegen einer strengen Geheimhaltung. Es ist nicht möglich, aus den Ergebnissen auf einzelne Menschen zurückzuschließen.
Quelle: Lauter – zur Originalmeldung