Melsungen bekommt riesige Solaranlage fürs Waldschwimmbad
In Melsungen (Schwalm-Eder-Kreis, Hessen) gibt es bald deutlich mehr Solarstrom. Die Stadt hat mit der cdw Stiftung eine Kooperation geschlossen. Der erste große Schritt ist eine riesige Photovoltaikanlage am Waldschwimmbad. Die Anlage soll eine Leistung von rund 360 Kilowatt-Peak haben.
Das Ganze ist ein cleverer Deal: Die cdw Stiftung übernimmt die kompletten Kosten für den Bau, was etwa 500.000 Euro sind. Die Stiftung beauftragt die Firma und übergibt die fertige Anlage kurz vor dem Start an die Stadt. Das Waldschwimmbad ist dafür ideal, weil es extrem viel Strom braucht – im Jahr sind das etwa 753.000 Kilowattstunden. So kann die Stadt den meisten Strom direkt selbst verbrauchen, anstatt ihn ins Netz zu speisen.
Besonders ist dabei das sogenannte Intracting-Modell. Die Stadt Melsungen hat versprochen, dass das gesparte Geld nicht einfach im allgemeinen Topf verschwindet. Die Energiekosten, die durch die Sonne wegfallen, müssen über die nächsten zehn Jahre wieder in neue Klimaschutzprojekte in Melsungen fließen. Die Stadt muss jedes Jahr nachweisen, wofür das Geld verwendet wurde.
Bei der Unterzeichnung der Vereinbarung waren Bürgermeister Timo Riedemann, Erste Stadträtin Ulrike Hund sowie die Geschäftsführer der Stiftung, Sarah Link und Thomas Flügge, dabei. Auch Darius Maloschek, der schon viele Bauprojekte in der Stadt begleitet hat, war anwesend. Die Bauverwaltung der Stadt kümmert sich nun um die weitere Begleitung des Projekts.
Ob und welche weiteren Projekte durch die Ersparnisse in den nächsten zehn Jahren entstehen, wird die Zeit zeigen. Die Kooperation ist erst einmal auf dieses Jahrzehnt ausgelegt.
Quelle: Melsungen – zur Originalmeldung