Mehr Sicherheit im Stadion nach Ausschreitungen in Mannheim
Alles begann mit den Ausschreitungen beim DFB-Pokalspiel zwischen dem SV Waldhof Mannheim (Baden-Württemberg) und dem 1. FC Kaiserslautern am 21. August. Die Vorfälle waren so heftig, dass die Landesregierung nun handeln will. Innenminister Manuel Hagel hat deshalb die Profivereine aus Baden-Württemberg in sein Ministerium in Stuttgart geholt.
Unter den geladenen Gästen waren Vertreter vom SC Freiburg, dem 1. FC Heidenheim, der TSG Hoffenheim, dem Karlsruher SC, dem SV Waldhof Mannheim, der SG Sonnenhof Großaspach, dem VfB Stuttgart und dem SSV Ulm. Das Ziel des Treffens war klar: Bei Spielen, die als Hochrisikospiele gelten, muss es in Zukunft sicherer zugehen. Familien mit Kindern sollen ohne Angst ins Stadion gehen können.
Die Vereine und das Ministerium haben sich nun auf zehn Punkte geeinigt, an denen gearbeitet wird. Das betrifft zum Beispiel strengere Kontrollen am Einlass oder eine genauere Prüfung, wer als Dienstleister ins Stadion darf. Auch modernere Technik soll helfen, Gewalt zu verhindern.
Besonders wichtig ist dem Innenminister die finanzielle Seite. Er will eine neue Rechtsgrundlage schaffen, damit Verstöße wie in Mannheim künftig nicht nur mit Strafen für Einzelne, sondern auch mit Bußgeldern für die Verantwortlichen geahndet werden können.
Baden-Württemberg setzt dabei auf sogenannte Stadionallianzen. Das ist ein Modell, bei dem Polizei, Vereine, Städte und Fanprojekte eng zusammenarbeiten. Laut Minister Hagel funktioniert das System eigentlich gut und führt zu weniger Gewalt und Kosten. Trotzdem dürfe man nicht stehen bleiben, sondern müsse die Konzepte immer wieder anpassen.
Wie genau die neuen Bußgelder aussehen und wann die verschärften Kontrollen in den Stadien greifen, ist derzeit noch nicht bekannt. Die Ausarbeitung der regionalen Sicherheitskonzepte läuft.