Mechernich: Lkw-Fahrer ohne Bremsen gestoppt
Am Montag gegen 16 Uhr führte die Polizei bei Mechernich-Obergartzem (Kreis Euskirchen, Nordrhein-Westfalen) auf der Landstraße 11 Verkehrskontrollen durch. Dabei fiel den Beamten ein 50-jähriger Lkw-Fahrer aus dem Rhein-Erft-Kreis auf. Er telefonierte während der Fahrt mit seinem Handy. Als er die Polizisten sah, ließ er das Gerät schnell in den Fußraum fallen, um den Verstoß zu vertuschen.
Doch das war erst der Anfang. Als der Mann seinen Führerschein vorzeigte, bemerkten die Beamten, dass er nicht die richtige Fahrerlaubnis für den schweren Sattelzug hatte. Die benötigte Klasse CE war nicht mehr gültig; er besaß nur noch die Klasse C1E.
Dann untersuchten die Polizisten die Technik des Fahrzeugs. Dabei machten sie eine gefährliche Entdeckung: Das Übertragungsgestänge der Bremsanlage an der ersten und zweiten Achse des Aufliegers war absichtlich ausgehängt worden. Das bedeutete, dass der Auflieger praktisch gar keine Bremswirkung mehr hatte.
Auch an anderen Stellen war der Lkw in einem schlechten Zustand. Die Reifen waren teilweise platt, die Karkassen beschädigt und es gab Bremsplatten. Zudem lag ein Zurrgurt lose auf der Ladefläche, wodurch die Ladung nicht richtig gesichert war. Wegen dieser Mängel war das Fahrzeug eine Gefahr für alle anderen Verkehrsteilnehmer.
Die Polizei zog den Sattelzug sofort aus dem Verkehr. Der Fahrer wurde wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie wegen Verstößen gegen die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung angezeigt. Außerdem gibt es Verfahren wegen der Handynutzung am Steuer und der schlechten Ladungssicherung.
Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Kreispolizeibehörde Euskirchen – zur Originalmeldung