Mayen: Würdige Bestattung für Kinder, die nicht lebend geboren wurden
In Mayen (Landkreis Mayen-Koblenz, Rheinland-Pfalz) gibt es eine besondere Grabstätte auf dem örtlichen Friedhof. Dort setzt sich die Initiative „Grabfeld für die Allerkleinsten“ seit zwölf Jahren dafür ein, dass auch Kinder, die nicht lebend zur Welt kommen, würdevoll bestattet werden. Das gilt vor allem für jene Kinder, die rechtlich nicht bestattungspflichtig sind.
Seit 2015 gibt es dafür das eigene Feld auf dem Friedhof. Es soll den Eltern einen festen Ort geben, an dem sie trauern und an ihre Kinder denken können. Um den Weg zu erleichtern, wurde an der Grabstätte nun ein QR-Code angebracht. Wenn Eltern diesen mit dem Handy scannen, finden sie eine Übersicht über die Bestattungen, allgemeine Informationen zum Grabfeld und die Kontaktdaten von Ansprechpersonen.
Viermal im Jahr finden dort ökumenische Trauerfeiern statt. Bei diesen Gottesdiensten werden die früh verstorbenen Kinder gemeinsam verabschiedet und beerdigt. Die betroffenen Eltern sind zu diesen Terminen herzlich eingeladen.
Das Projekt wird von vielen Partnern aus der Stadt getragen. Dazu gehören das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein St. Elisabeth, Hebammen, Krankenschwestern und die Familienbildungsstätte e.V. Mayen. Auch die Stadt Mayen, die katholische und die evangelische Kirche, der Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V., das Bestattungshaus Kreusch sowie die Friedhofsgärtnereien Kirst und Ternes unterstützen die Initiative.
Wer die Bestattungen finanziell unterstützen möchte, kann Spenden an den Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. überweisen (Kreissparkasse Mayen, IBAN: DE07 5765 0010 0000 0174 00, Stichwort: „Grabfeld für die Allerkleinsten“).
Für weitere Informationen stehen Rita Krebsbach vom Gemeinschaftsklinikum (02651/83-4160), Pfarrerin Metje Steinau von der evangelischen Kirchengemeinde (02651/7009614) oder Schwangerschaftsberaterin Silke Küpper vom Caritasverband (02651/9869-185) zur Verfügung.
Quelle: Mayen – zur Originalmeldung