Maxdorf: Betrüger wollte Senioren mit falscher Polizistin ausrauben
Am Dienstagnachmittag klingelte bei einem älteren Mann in der Beethovenstraße in Maxdorf (Rhein-Pfalz-Kreis, Rheinland-Pfalz) das Festnetztelefon. Eine Frau am anderen Ende der Leitung gab vor, Polizistin zu sein. Sie erzählte dem Senior eine schreckliche Geschichte: Seine Tochter soll einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht haben. Um die Tochter vor dem Gefängnis zu retten, müsse der Vater schnell eine große Summe Geld und Wertgegenstände übergeben.
Der Senior merkte jedoch, dass etwas nicht stimmte. Er erkannte den Betrug und rief sofort die Polizei.
Kurz darauf tauchte ein Mann an der Haustür auf. Er gab sich als Mitarbeiter der Gerichtszahlstelle aus und wollte die Beute abholen. Der Sohn des Seniors überreichte ihm eine Tasche, in der die vermeintlichen Wertsachen waren. Das war jedoch eine Falle. Die Beamten warteten bereits und nahmen den 32-Jährigen aus Augsburg sofort fest.
Am nächsten Tag, dem 22. Juli, wurde der Mann dem Haftrichter vorgeführt. Die Staatsanwaltschaft Frankenthal beantragte Untersuchungshaft, da der Verdacht im Raum steht, dass er Teil einer gewerbsmäßigen Betrügerbande ist. Der Richter stimmte dem Antrag zu, und der Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft Frankenthal ermitteln weiter, um herauszufinden, wer noch zu der Bande gehört. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun das Gericht. Es gilt die Unschuldsvermutung.