Marzahn-Hellersdorf jagt zu hohe Mieten mit Taskforce
Wer in Marzahn-Hellersdorf (Berlin) zu viel Miete zahlt, bekommt jetzt Unterstützung vom Bezirk. Seit Mai 2026 gibt es dort eine spezielle Arbeitsgruppe namens „GutesWohnen“. Das Team besteht aus sechs Fachkräften vom Wohnungsamt und wird rechtlich vom Rechtsamt unterstützt. Geleitet wird die Truppe von Bezirksstadträtin Juliane Witt.
Das Vorgehen ist klar geregelt: Zuerst schaut sich das Team alle Anzeigen an, die bereits beim Amt eingegangen sind. Die Mitarbeiter prüfen die Unterlagen und vergleichen die Preise mit dem Mietspiegel und der Lage der Wohnung. Wenn es konkrete Hinweise auf zu hohe Mieten gibt, kommen die Beamten direkt zur Wohnung. Mit dem Einverständnis der Mieter werden dann die Größe und der Zustand der Wohnung genau dokumentiert.
Bisher waren die Leute der Taskforce schon 20 Mal vor Ort, drei weitere Termine sind geplant. Aktuell laufen 34 Verfahren. 85 Fälle wurden bereits geschlossen. Das lag meistens daran, dass die Mieter nicht mitgearbeitet haben, bereits umgezogen sind oder sich Hilfe bei einem Mieterverein geholt haben.
Wer wissen will, wie er sich gegen zu hohe Mieten wehren kann, findet alle Infos in einem Merkblatt. Dieses gibt es digital oder ausgedruckt. Zudem kann man seit dem 1. Juli 2026 überteuerte Mieten ganz einfach online über das Service-Portal des Landes Berlin melden. Diese Meldungen landen dann direkt zur Prüfung im Bezirk.
Zusätzlich gibt es eine Mietpreisprüfstelle der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. Dort kann man sich unabhängig vom Bezirk beraten lassen. Die Ergebnisse dieser Beratung bekommt man dann direkt zugeschickt.