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Marzahn: Ausstellung über Künstler Otto Nagel eröffnet

Ausstellung über Otto Nagel in Mark-Twain-Bibliothek Marzahn-Hellersdorf Copyright und Urheber siehe Senatskanzlei Berlin

In der Mark-Twain-Bibliothek wird das Leben des Malers Otto Nagel gezeigt. Die Schau beleuchtet seinen Weg vom Widerstand gegen die Nazis bis in die DDR.

Am Mittwoch, dem 2. September 2026, öffnet die Mark-Twain-Bibliothek in Marzahn (Berlin) ihre Türen für eine neue Ausstellung. Ab 19 Uhr geht es los mit der Vernissage „Otto Nagel – Visionär einer gerechten Gesellschaft“. Die Besucher können die Werke und die Geschichte des Malers und Grafikers in der Marzahner Promenade 52–54 bis zum 7. November 2026 ansehen.

Die Ausstellung erzählt die Lebensgeschichte von Otto Nagel. Sie beginnt bei seinen ersten Schritten in der Weimarer Republik und zeigt, wie er sich gegen den Nationalsozialismus wehrte. Auch seine Zeit nach 1945 steht im Fokus. Dabei wird deutlich, wie schwierig sein Verhältnis zur Kulturpolitik der DDR war: Einerseits wurde er als Antifaschist gefeiert, andererseits gab es heftigen Streit mit dem Staat. Die Dokumentation zeigt auch, wie seine Familie unter diesen Spannungen litt.

Für den Eröffnungsabend haben sich Salka-Valka und Bernd Schallenberg als Kuratoren eine besondere Gestaltung überlegt. Salka-Valka Schallenberg wird in einem Gespräch über die Biografie ihres Großvaters sprechen und Fragen aus dem Publikum beantworten. Bernd Schallenberg sorgt für die passende Stimmung und spielt am Klavier Stücke aus seinem Programm „piano reflections“.

Der Bezug zum Ort ist eng: Otto Nagel lebte von 1951 bis zu seinem Tod im Jahr 1967 in Biesdorf. Dass er dort eine wichtige Rolle spielt, sieht man heute noch an der ehemaligen Wohnstraße und dem örtlichen Gymnasium, die beide seinen Namen tragen.

Der Eintritt in die Ausstellung ist kostenlos. Wer möchte, kann beim Gehen eine Spende dalassen. Das Geld geht an den Förderverein Stadtbibliothek Marzahn-Hellersdorf e. V., der damit weitere Veranstaltungen finanziert. Wer zur Eröffnung kommen möchte, soll sich bitte vorher per E-Mail oder unter der Telefonnummer 030 54 704 142 anmelden. Zudem wird darauf hingewiesen, dass auf der Veranstaltung Fotos und Videos für die Öffentlichkeitsarbeit gemacht werden könnten.

Quelle: Senatskanzlei Berlin – zur Originalmeldung

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