Mannheim schafft 220 neue Betreuungsplätze für Grundschulkinder
Der Gemeinderat von Mannheim (Baden-Württemberg) hat vor der Sommerpause eine wichtige Entscheidung getroffen. Die Stadt will die Betreuung für Grundschulkinder deutlich erweitern. Insgesamt sollen bis zu elf zusätzliche Gruppen entstehen. Das bedeutet, dass bis zu 220 neue Plätze für Kinder zur Verfügung stehen. Ein Ausbau in dieser Größe gab es in den vergangenen 20 Jahren in Mannheim nicht.
Der Grund für den Schritt ist ein neues Gesetz. Ab dem kommenden Schuljahr haben Grundschulkinder erstmals einen bundesweiten Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Zuerst betrifft das die Kinder in der ersten Klasse. Die Stadt und freie Träger müssen nun dafür sorgen, dass auch wirklich genug Plätze da sind.
Konkret ist der Ausbau in mehreren Stadtteilen geplant. Davon profitieren Familien in der Gartenstadt, Schönau, der Neckarstadt-Ost, in Käfertal, Feudenheim, der Rheinau und in Friedrichsfeld.
Um die Plätze zu schaffen, gibt es verschiedene Wege. So fällt zum einen die Frühbetreuung an Halbtagsschulen weg. Zudem werden neue Räume im sogenannten kooperativen Ganztag genutzt. Auch eine bessere Förderung durch das Land hilft dabei, die Betreuung für Erstklässler zu finanzieren.
Langfristig will die Stadt den Rechtsanspruch über Ganztagsschulen lösen. Ein Beispiel ist die Waldhofschule, die zum nächsten Schuljahr als 14. Mannheimer Grundschule in den Ganztagsbetrieb geht. Weitere Schulen sollen diesem Beispiel folgen. Da der Umbau von Gebäuden und die pädagogische Planung Zeit brauchen, sind die zusätzlichen Betreuungsplätze eine notwendige Zwischenlösung.
Weitere Details zur Umsetzung in den einzelnen Stadtteilen liegen bislang nicht vor.
Quelle: Mannheim – zur Originalmeldung