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Mannheim schafft 220 neue Betreuungsplätze für Grundschulkinder

Die Stadt weitet die Betreuung für Grundschüler massiv aus. Bis zu elf neue Gruppen sollen Familien bei der Vereinbarkeit von Job und Kind helfen.

Der Gemeinderat in Mannheim (Baden-Württemberg) hat vor der Sommerpause eine wichtige Entscheidung getroffen. Die Stadt baut die Betreuung für Grundschulkinder deutlich aus. Insgesamt sollen bis zu elf neue Gruppen entstehen. Das bedeutet, dass bis zu 220 Kinder einen zusätzlichen Platz bekommen. Ein Ausbau in dieser Größe gab es in den letzten 20 Jahren in der Stadt nicht mehr.

Der Grund für den Schritt ist ein neues Gesetz. Ab dem Schuljahr 2026/27 haben Grundschulkinder einen bundesweiten Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Zuerst gilt das für alle Kinder in der ersten Klasse. Die Stadt und freie Träger müssen nun dafür sorgen, dass auch wirklich genug Plätze da sind.

Konkret ist der Ausbau in mehreren Stadtteilen geplant. Davon betroffen sind die Gartenstadt, Schönau, die Neckarstadt-Ost, Käfertal, Feudenheim, die Rheinau und Friedrichsfeld. Die Stadt will langfristig auf Ganztagsschulen setzen. Ein Beispiel ist die Waldhofschule, die zum kommenden Schuljahr als 14. Grundschule in Mannheim in den Ganztagsbetrieb geht. Weitere Schulen sollen folgen.

Damit das Ganze klappt, gibt es verschiedene Wege. Einerseits fallen Frühbetreuungen an Halbtagsschulen weg, andererseits werden neue Räume für den kooperativen Ganztag geschaffen. Zudem hilft eine bessere Förderung aus dem Land, besonders für die Kinder der ersten Klasse.

Bildungsbürgermeister Dirk Grunert betont, dass ein verlässliches Angebot wichtig sei, damit Eltern Beruf und Familie besser unter einen Hut bekommen. Da der Umbau von Schulen Zeit braucht, hält die Stadt an den zusätzlichen Betreuungsplätzen fest.

Quelle: Mannheim – zur Originalmeldung

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