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Mannheim: Polizei jagt Lärmer und Raser in der City

Die Polizei und der Ordnungsdienst haben am Freitagabend in der Mannheimer Innenstadt Jagd auf die Tuning-Szene gemacht. Die Bilanz der Großkontrolle ist heftig.

Am Freitagabend, den 28. August, war in der Innenstadt von Mannheim (Baden-Württemberg) einiges los. Die Polizei und der städtische Ordnungsdienst haben gemeinsam eine große Aktion gestartet. Im Visier standen vor allem sogenannte Poser und Leute aus der illegalen Tuningszene, die mit lautem Gasgeben und Raserei auffallen.

Die Beamten haben die Autos und die Fahrer genau unter die Lupe genommen. Insgesamt wurden 158 Fahrzeuge und 172 Menschen kontrolliert. Dabei kamen viele Mängel ans Licht: Neun Fahrer hatten ihre Autos so manipuliert, dass sie unnötig Lärm und Abgase verursachten. Bei zwölf Wagen waren technische Änderungen verbaut, die nicht erlaubt sind. Für sechs Fahrer endete der Abend abrupt, weil sie erst weiterfahren durften, wenn die Mängel behoben waren. Drei Autos nahm die Polizei sogar komplett mit.

Parallel dazu hat der Ordnungsdienst die Geschwindigkeit gemessen und auf Falschparker geachtet. In der Reichskanzler-Müller-Straße raste ein Fahrer mit 86 km/h durch die City, obwohl dort nur 50 km/h erlaubt sind. Noch krasser war es in der Untermühlaustraße: In einer 30er-Zone war ein Autofahrer mit 72 km/h unterwegs.

Die gesamte Liste der Verstöße ist lang. Die Beamten stellten 163 Geschwindigkeitsüberschreitungen fest, wovon drei so massiv waren, dass es Fahrverbote gab. Außerdem gab es 77 Parkverstöße, 26 Mängelberichte und 21 Leute, die nicht angeschnallt waren. 18 Fahrer nutzten ihr Handy am Steuer, und bei 12 Autos war die Betriebserlaubnis erloschen.

Die Polizei will damit ein Zeichen gegen den Lärm und die Gefahr durch illegale Tuning-Teile setzen. Solche Schwerpunktkontrollen sollen in Zukunft regelmäßig stattfinden. Weitere Aktionen dieser Art sind bereits in Planung.

Ob und inwieweit sich die betroffenen Fahrer strafbar gemacht haben, klärt nun die zuständige Behörde. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizeipräsidium Mannheim – zur Originalmeldung

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