Mannheim: OB besucht Chip-Zulieferer Sentronics Metrology
Oberbürgermeister Christian Specht war kürzlich zu Gast bei der Sentronics Metrology GmbH in der Dudenstraße in Mannheim (Baden-Württemberg). Gemeinsam mit seinem Referenten, Vertretern der Wirtschaftsförderung und dem Prorektor der Technischen Hochschule Mannheim schaute er sich den Betrieb an. Das Unternehmen ist spezialisiert auf sogenannte Messsysteme für die Halbleiterfertigung. Damit wird geprüft, ob Mikrochips perfekt verbunden sind und wie dick einzelne Schichten sind.
Zwei junge Mitarbeiter, Sven und Markus, führten die Gruppe durch die helle Produktionshalle. Sie erklärten, wie die Geräte zusammengebaut werden. Die Maschinen sind schrankgroß und wiegen jeweils etwa eine Tonne. In jedem Gerät stecken bis zu zwei Kilometer Leitungen. Allein das Messmodul wiegt 700 Kilogramm, damit es nicht wackelt und die Präzision stimmt. Bevor ein Gerät das Werk verlässt, wird es eine ganze Woche lang in einem Reinraum getestet und dokumentiert. Sogar das Verpacken dauert einen kompletten Arbeitstag, damit auf dem Transport nichts kaputtgeht.
Die fertigen Produkte, darunter die Serien Nova SemDex® und Nova WMC™, gehen per Flugzeug über den Frankfurter Flughafen an Kunden in die USA und nach Asien. Sentronics Metrology gehört seit 2025 zum israelischen Konzern Nova Ltd. In Mannheim arbeiten mehr als 120 Menschen. Das Unternehmen setzt beim Einkauf auf regionale Partner und achtet auf eine grüne Produktion mit recycelbaren Verpackungen.
Ein wichtiger Punkt beim Besuch war die Zukunft der Fachkräfte. Sentronics bildet Mechatroniker, Automatisierungstechniker und Informatiker aus und übernimmt die meisten Lehrlinge. Um noch mehr qualifizierte Leute zu finden, will die Firma nun enger mit der Technischen Hochschule Mannheim zusammenarbeiten. Es geht dabei um gemeinsame Forschungsprojekte und die Vermittlung von Studenten.
Oberbürgermeister Specht zeigte sich begeistert vom Wachstum und der Innovationskraft des Betriebs. Das Unternehmen rechnet auch in den nächsten Jahren mit einem starken Anstieg der Produktion, da die Nachfrage nach Chips – etwa für KI-Beschleuniger – weltweit hoch bleibt.
Quelle: Mannheim – zur Originalmeldung