Mannheim: Mutter raucht und verpasst Zug mit Kindern
Es war tief in der Nacht auf Mittwoch, der 19. August. Eine Mutter stieg am Hauptbahnhof in Mannheim (Baden-Württemberg) kurz aus dem ICE 617 aus. Sie wollte am Bahnsteig eine Zigarette rauchen. Dabei passierte das Unglück: Die Frau schaffte es nicht mehr rechtzeitig zurück in den Wagen, bevor der Zug seine Fahrt in Richtung Stuttgart fortsetzte.
In dem Zug waren ihre beiden Kinder allein – ein 13-Jähriger und ein Baby im Alter von acht Monaten. Gegen 1:54 Uhr bemerkte die Frau den Fehler und meldete den Vorfall sofort der Bundespolizei am Mannheimer Bahnhof.
Die Beamten handelten schnell. Sie nahmen Kontakt zum Zugchef des ICE auf und informierten gleichzeitig die Kollegen vom Bundespolizeirevier in Stuttgart. Dort hatte der Zug seinen nächsten geplanten Halt.
Als der ICE gegen 2:30 Uhr am Stuttgarter Hauptbahnhof ankam, warteten die Polizisten bereits. Sie nahmen die beiden Kinder sofort in Obhut. Kurz darauf kam eine Familienangehörige zu den Kindern und konnte sie wohlbehalten mitnehmen.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Mutter durch ihr Verhalten strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Stuttgart – zur Originalmeldung